Ende vor dem Start
04.01.2008 | 19:33 Uhr 2008-01-04T19:33:00+0100Von Thorsten Keim
Islamische Extremisten haben einen traurigen Sieg errungen. Erstmals in der Geschichte der traditionsreichen Rallye Dakar haben die Veranstalter das Rennen wegen akuter Terrorgefahr abgesagt. 3000 private Sicherheitskräfte und tausende Soldaten sollten die Teams vor Anschlägen schützen. Angesichts der Bedrohung durch El Kaida stellt diese Zahl nur das berühmte Sandkorn in der Wüste dar. Auch vor dem Hintergrund, dass in Mauretanien, achttägiger Rennschauplatz, in der Weihnachtszeit vier französische Touristen und drei Soldaten von Terroristen getötet wurden. Das Sportereignis hat somit eine politische Dimension erreicht. Ein Sportereignis? Zweifelhaft bleibt die PS-Hatz durch Afrika angesichts von insgesamt 55 Opfern in 29 Rennen. Die Rallye Dakar ist also schon vor dem Start zu Ende, möglicherweise auch Geschichte. Denn ein Rennen in 2009 würde voraussetzen, dass bis dahin die Terrorgefahr in der Welt gebannt wäre - eine Illusion.

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