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Eiszeit drückt den Umsatz im Einzelhandel

15.02.2010 | 18:10 Uhr
Eiszeit drückt den Umsatz im Einzelhandel

Hagen. Den langen und kalten Winter bekommt der Einzelhandel deutlich zu spüren: Das Wetter macht wenig Lust auf Einkaufsbummel. Das Resultat sind sinkende Umsätze in den Geschäften.

"Die Menschen sind den Winter einfach leid” meint Karina Brühmann vom Einzelhandelsverband Südwestfalen. Eiskalte Temperaturen und ständige Schneefälle über Wochen drücken auf die Kundenfrequenz in den Geschäften.

„Die meisten Kunden wollen keinen Winter mehr”, stellt Karina Brühmann fest. „Das betrifft kleinere wie größere Städte. Das Wetter und die dadurch bedingten Verkehrsbehinderungen durch Eis und Schnee setzen dem Einzelhandel in unserer Region zusätzlich zu, die Bedingungen sind derzeit gar nicht gut”, beschreibt die Sprecherin des Einzelhandelsverbandes die Situation.

Ältere kaufen nur das Nötigste

„Das größte Problem ist die schlechte Erreichbarkeit der Geschäfte”, meint Kai Falk vom Deutschen Einzelhandel in Berlin. „Gerade ältere Leute kaufen jetzt nur das Nötigste ein.”

„Die jetzt entgangenen Umsätze lassen sich auch nicht wieder aufholen”, befürchtet Karina Brühmann. „Das betrifft auch langlebige Konsumgüter, die vorwiegend in der kalten Jahreszeit angeschafft werden. Der Winter dauert einfach zu lange.”

„Letzten Samstag kamen die ersten Kunden zwei Stunden nachdem wir das Geschäft geöffnet hatten”, berichtet ein entnervter Einzelhändler. „Und am Ende des Tages hatten wir Einnahmen, die kaum die Unkosten decken.” Für ihn und viele andere Geschäftsinhaber bedeutet der aktuelle Winter vor allem eine finanzielle Durststrecke, denn die festen Kosten bleiben, die Energiekosten steigen, aber die Einnahmen brechen weg.

Einzelhändler klingen verzweifelt

Wenn dann noch übertrieben katastrophale Verkehrsverhältnisse angekündigt oder gar Streiks im Busverkehr ausgerufen werden, „wird mögliches Wirtschaftswachstum im Keim erstickt”, kritisiert Friedrich Lorenzen, Präsident des Einzelhandelsverbandes NRW. Vergangenes Jahr erwirtschafteten die landesweit 100 000 Geschäfte mit 450 000 Beschäftigten 91 Milliarden Euro Umsatz - Tendenz sinkend.

Ulrich Friske

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Kommentare
16.02.2010
17:28
Eiszeit drückt den Umsatz im Einzelhandel
von hüterderwahrheit | #7

wie kann das sein wo schnee doch durch die klimafaschisten verboten wurde?

16.02.2010
11:17
Eiszeit drückt den Umsatz im Einzelhandel
von feder24 | #6

Zitat1 :... Als Hartz IV Empfänger muß man selbst am Essen sparen...
Glaube ich nicht, es muß nur selbst gekocht werden!

16.02.2010
08:32
Eiszeit drückt den Umsatz im Einzelhandel
von Ziviler Ungehorsam | #5

Ja,ja die Eiszeit ist schuld. Und Frühling, Sommer und Herbst ebenfalls.

16.02.2010
07:52
Eiszeit drückt den Umsatz im Einzelhandel
von B.Schmitz | #4

Das die Menschen nur das nötigste kaufen liegt ganz bestimmt nicht an dem kalten Winter. Da wir ausgebeutet werden bis zum geht nicht mehr, bleibt auch nicht mehr viel übrig zum ausgeben. Ferner sollten die Geschäftsleute mal ihre Preise überdenken und nicht DM-Preise nehmen und nur das Euro-Zeichen davor setzen. Ich finde es richtig, dass nicht mehr gekauft wird, die Geschäftsleuten sollen doch nicht meinen, die Bevölkerung ist total bescheuert.

15.02.2010
21:50
Eiszeit drückt den Umsatz im Einzelhandel
von kuba4711 | #3

Der Aufschwung des Abschwungs schreitet voran!
Und die Ursache für diese permanente Gleitphase in die Depression liegt in der Unfähigkeit unserer sog. politischen Entscheider.
Diese neoliberalen Nichtskönner -a la *********-FDP-Westerwelle - verplempern unsere Zeit indem sie gegen Bevölkerungsteile hetzen , anstatt ihre Arbeit zu tun.
Und die wäre eine umfassende Globalsteuerung unserer Wirtschaft . Ansatzpunkt. massive Lohnerhöhung für die breite Masse ,anstatt sämtliche noch vorhandene Ressourcen unserer banana republika dem sowieso völlig maroden Bankensystem in den Allerwertesten zu schieben!

15.02.2010
21:05
Eiszeit drückt den Umsatz im Einzelhandel
von lillifeeherne | #2

klar doch, die eiszeit.
2,9 umsatzverlust in 2009.
da geht nochwas.

das schöne ist, die treten sich selbst im arsch.
feste angestellte raus und leihis rein.
und dann wundern, warum weniger gekauft wird.

15.02.2010
20:33
Eiszeit drückt den Umsatz im Einzelhandel
von Meierzwei | #1

Seit Hartz IV Einführung ist in deutschen Privatgeldbörsen generell Eiszeit.
Heute wird Kleidung aufgetragen.
Schließlich müssen erst einmal die horrenden Energiekosten, Mieten und Lebensmittelkosten gedeckt sein. da hat man es als Berufstätiger schon wahnsinnig schwer über die Runden zu kommen. Als Hartz IV Empfänger muß man selbst am Essen sparen, wenn man nicht möchte, dass einem der Strom abgestellt wird oder man nicht wegen Mietrückstände auf die Straße landen will.
Mit Hartz IV geht Deutschland komplett kaputt.

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