Das aktuelle Wetter NRW 9°C
Kunstausstellung in Olpe

Ein geheimnisvolles Geburtstagsgeschenk

13.10.2011 | 15:40 Uhr
Ein geheimnisvolles Geburtstagsgeschenk
Eva und Klaus Droste haben die neue Ausstellung im Kreishaus in Olpe organisiert. Foto: A. Thiemann

Olpe.  Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Kunstvereins Südsauerland wird vom 16. Oktober bis zum 9. November im Kreishaus Olpe eine Ausstellung mit Arbeiten des deutsch-russischen Künstlers Igor Oleinikov gezeigt.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Kunstvereins Südsauerland wird vom 16. Oktober bis zum 9. November im Kreishaus Olpe eine Ausstellung mit Arbeiten des deutsch-russischen Künstlers Igor Oleinikov gezeigt.

Stolze 300 Mitglieder hat der Kunstverein Südsauerland und 250 Abonnenten die ihm angegliederte Musikreihe „Piano Solo“. „Über solchen Zuspruch können die meisten Kunstvereine in den Großstädten nur staunen“, sagt Klaus Droste, Gründer des Kunstvereins und gemeinsam mit seiner Frau Eva inzwischen längst auch unermüdlicher und unersetzbarer Motor dieser Kultureinrichtung.

Eva Droste schaut derweil schon mit etwas gemischten Gefühlen in die Vereinszukunft: „Wir suchen händeringend jemanden, der sich bei uns einarbeiten kann“, formuliert sie einen sehnlichen Wunsch nach mehr aktiver Unterstützung im Schatten schöner, aber zumeist eben doch auch weitgehend passiver Mitgliederzahlen.

Ein gutes Beispiel für das ebenso notwendige wie aufwändige Engagement ist die neue Ausstellung, die am Sonntag um 11 Uhr im Kreishaus Olpe eröffnet wird. In Berlin lebt und arbeitet der hochinteressante Künstler Igor Oleinikov. Geboren in Russland hat der Zeichner und Maler bei Markus Lüpertz und Jörg Immendorff studiert, also allererste Adressen der zeitgenössischen Kunstszene. Auf der Kölner Messe Art Fair ist das Ehepaar im vergangenen Jahr auf den heute 44-jährigen Oleinikov gestoßen; zuvor hatten sie bereits einige Arbeiten von ihm in einer Dresdner Galerie gesehen.

Die Olper nahmen Kontakt mit dem Maler auf, besuchten ihn mehrfach in Berlin und sorgten für die komplette Organisation der Schau jetzt im Sauerland.

Und was in Olpe zu sehen ist, verdient wirklich größte Aufmerksamkeit. Quadratmetergroße Bleistiftzeichnungen mit Ölfarbe bearbeitet: „So etwas hat es noch nicht gegeben“, schwärmt Klaus Droste sehr zu Recht.

Die akribisch angefertigten Arbeiten verblüffen aber nicht nur hinsichtlich der absolvierten Fleißaufgabe, die sich hier Strich um Strich im schier Endlosen nachvollziehen lässt. Es ist auch das thematisch Geheimnisvolle, das Rätselhafte, das die besondere Faszination dieser Bilder ausmacht.

Ansatzweise lüften sich in der Olper Schau einige Mysterien anhand der zahlreichen Skizzenblätter, die erstmals überhaupt von Igor Oleinikov in der Öffentlichkeit gezeigt werden. Diese seien durchaus als eine Art Tagebuch zu verstehen, erläutert Eva Droste, und ihr Mann fügt hinzu: „Intimer kann kaum etwas sein; diese Blätter erlauben quasi einen direkten Blick in den Kopf des Künstlers.“

In dem geht es für den Außenstehen offenbar durchaus vielschichtig und mitunter auch recht verwirrend zu. Figuratives verliert sich in Andeutungen, Symbolisches wird erst auf den zweiten und dritten Blick sichtbar.

Der Kunstverein Südsauerland hat sich jedenfalls zu seinem 20. Geburtstag ein außergewöhnliches und zugleich sehr hochkarätiges Geschenk gemacht. (Infos: www.kunstverein-suedsauerland.de)

Andreas Thiemann

Facebook
 
Videos die Sie interessieren könnten
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/5157560/create

Umfrage
Das Aus für die Drogeriekette Schlecker ist besiegelt. Werden Sie Schlecker vermissen?

Das Aus für die Drogeriekette Schlecker ist besiegelt. Werden Sie Schlecker vermissen?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Jahreskonferenz
Bildgalerie
Jahreskonferenz...
Busunfall in Siegen
Bildgalerie
Unfall
Eggeabtrieb 2011
Bildgalerie
Fotostrecke
Liese am Rednerpult
Video
EU
Foto
Aus dem Ressort
Das Geheimnis der schwarzen Hand, Folge 14
Fortsetzungskrimi
Wendler und Schulthof fluchten und fühlten sich an der Nase herumgeführt. In zwölf Städten und Gemeinden hatten sie vergeblich gesucht, hatten historische Stätten und touristische Sehenswürdigkeiten kennen gelernt und manchen städtischen Werbeblock gehört. Aber eine Spur von der Schwarzen Hand?
Foto Text
Das Geheimnis der schwarzen Hand, Folge 13
Fortsetzungskrimi
Die Wälder wurden immer tiefer und dunkler. Keine Menschenseele war zu sehen. Würde der Täter endlich Ernst machen?
Foto