Ein Arztmobil für Obdachlose
29.09.2009 | 13:06 Uhr 2009-09-29T13:06:00+0200
Hagen. Viele Obdachlose wagen sich nicht zum Arzt. Daher kommen in Hagen die Ärzte nun zu ihnen. In der Stadt gibt es jetzt einen mobilen Dienst, um wohnungslose Menschen medizinisch zu versorgen.
Ein Arztmobil für Obdachlose - das haben auch andere Städte. In Hagen bieten Gesundheitsamt und Diakonie längst Sprechstunden an. Allerdings hängt die Versorgung der Obdachlosen oft an Spenden. Nun ist die Behandlung gesichert. Bereits 2006 hat man in NRW ein Finanzierungskonzept erarbeitet: Die Kosten werden gemeinsam von den Krankenkassen, der kassenärztlichen Vereinigung und den Kommunen getragen. Nach Bielefeld, Münster und Dortmund ist Hagen die vierte Stadt in Westfalen, die sich daran beteiligt.
157 Euro im Quartal
157 Euro kostet es durchschnittlich im Quartal, einen Obdachlosen zu behandeln. Gerade einmal 40 Euro zahlt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) dagegen im Vierteljahr für einen "normalen" Patienten. Die Summe, die ein Obdachloser zusätzlich kostet, teilen sich die Stadt Hagen, die gesetzlichen Krankenversicherungen und die KVWL.
In Zukunft soll in Hagen auch ein Arztmobil zu den Obdachlosen auf die Straße fahren. Zur Hagener Suppenküche oder zum Warenkorb. Dorthin, wo die Obdachlosen sind. An Bord des Kleintransporters, eine Spende aus Essen, befinden sich zum Beispiel: Verbandszeug, wichtige Medikamente wie Antibiotika, ein Blutzuckermessgerät.
Ehrenamtler gesucht
Aber kein weißer Kittel, denn er würde die Patienten nur abschrecken. Und bisher auch noch kein Arzt: Gesundheitsamt und Diakonie suchen noch Ehrenamtler, die mit dem Arztmobil durch die Stadt fahren. Und sei es nur für eine Stunde.

15:04
@UIRo:
In meinem Beruf hab ich GELEGNTLICH mit Obdachlosen zu tun, was nicht heißt daß mein Beruf in direkter Verbindung mit Obdachlosen steht!
Aber so wie Sie schreiben, merkt man daß Sie noch nie mit Obdachlosen zu tun hatten! Ich seh in der realen Welt auch immer nur alle aufschreien, wenn sich denen ein Obdachloser nähert. Da hat dann keiner Verständnis oder mitleid. Verstehen Sie? KEINER!!! Hier per Internet können immer alle schreiben wie sie sich um Obdachlose sorgen, aber in der Realität siehts ganz anders aus! Ich möchte Sie mal sehen, wenn ein Obdachloser Ihre Kinder in der U-Bahn anquatscht! Ich mein damit wirklich nur harmloses anquatschen!
Fahren Sie überhaupt U-Bahn? Sie scheinen mir doch recht realitätsfern zu sein...
Gehen Sie doch mal zu einem Bahnhof und reden Sie dort mit einem Obdachlosen!
Ein Arbeitskollege hat sich mal 10 trockene Brötchen gekauft und hat einem Obdachlosen ein abgegeben... DIeser hat das Brötchen auf den Boden geworfen Was soll ich denn mit einem trockenen Brötchen?. REDEN SIE DOCH MAL MIT OBDACHLOSEN!!! Bieten Sie ihm Hilfe an, eine Wohnung zu finden, mit Ihm zur ARGE zu gehen... Hahahahahaha!
Und Ihr dummes Geschwätz von Nazis hat hier jetzt echt gar nichts zu suchen!
09:08
#8
Das ist ein ganz anderes Thema, da kann man auch die vielen prekär Beschäftigten oder die Leute die Hilfen zum Lebensunterhalt erhalten miteinbeziehen.
Hier kommt verfehlte Gesundheitspolitik zum Tragen.
Bei den Obdachlosen ist es zwar auch ein finanzielles Problem, allerdings liegen hier die Gründe, nicht den normalen Arzt aufzusuchen primär ganz woanders, nämlich in den äusseren Lebensumständen.
08:47
So eine Einrichtung finde ich Klasse!
Nur was ist mit den Rentnern die eine so kleine Rente haben, die sich auch nicht trauen zum Doc zu gehen!
Weil nämlich auch kein Geld da ist!
Dürfen die auch kommen????
06:48
#Lichtbringer
Wer so über Menschen spricht, zeigt welch Geistes Kind er ist.
Beruflich mit Obdachlosen zu tun?
Beruf verfehlt.
Dieser Ellenbogenstaat muss es ertragen und auch finanzieren können, wenn diese Menschen nach ihrer Fasson selig werden wollen.
Über diese Leute verächtlich herzuziehen, sie womöglich als Abfall der Gesellschaft zu sehen, erinnert an unselige Zeiten deutscher Geschichte.
Wenn solche abfälligen Meinungen über Mitmenschen geäussert werden, stellen sich mir die Nackenhaare hoch.
Wer über diese Menschen so redet, befördert die Untaten einiger verbohrtet Neonazis, die wie schon des Öfteren geschehen, nicht davor zurückschrecken, diese Menschen zu misshandeln, halb tot zu schlagen oder gar zu ermorden.
18:31
@5:
Ich hab beruflich gelegentlich mit Obdachlosen zu tun. Anfangs hab ich den Fehler gemacht und versucht denen zu helfen....
Die wollen ihr Leben so! Ganz genau so und nicht anders! Arbeiten? Sicher nicht! Verantwortung? Bloß nicht! Mit dem Saufen aufhören? Schon mal gar nicht!
Wer will, der kommt aus der Situation raus - Hilfe und Unterstützung gibts da mehr als genug! Aber die wollen diese Hilfe nicht! Die nehmen nur die Hilfe, wo sie nichts für machen müssen!
Kein Mitleid und kein Verständnis!!!
17:52
@2 und 3: Steigt einfach mal von eurem hohen Ross herunter. Beschäftigt euch mal intesiv mit den Schwieirigkeiten die diese Menschen haben.
JA, es ist eine gute Sache mit einem solchen mobilen Dienst für unsere wohnungslosen Mitmenschen. Auch diese Bürger benötigen ärztliche Hilfe und haben Anspruch darauf!
*grins* Ich stelle mir gerade die Gesichter von 2 und 3 vor, wenn diese Mitmenschen neben ihnen in einer Praxis sitzen würden. Dann nämlich kämen Kommentare wie: Bleibt wo ihr seid und lasst euch da einen Arzt kommen....
Ich wünsche den Initatoren gutes Gelingen dieses Projekts!
15:02
Journalistisch wieder mal brillant. Nichts ist sicher, es gibt noch gar keinen Arzt, aber man teilt schon mal mit In der Stadt gibt es jetzt einen mobilen Dienst, um wohnungslose Menschen medizinisch zu versorgen.
man, seit Ihr ein Provinzblatt...
13:49
hallo lübecker,
genau solche leute wie dich brauch das land um die schere weiter auseinanderzubringen.
01:00
Ja wirklich sehr gute Sache! Bloß nicht zu viel von den Obdachlosen fordern! Ist ja schon anstrengend genug vom Bahnhof in den Supermarkt zu schlürfen um sich das nächste Bier zu holen...
Ist doch prima wenn die sich direkt in ihrem Verschlag behandeln lassen können!
Find ich wirklich echt toll!
22:55
Eine sehr sehr gute sache.