Ebay: Versand zum Nulltarif
19.06.2009 | 08:26 Uhr 2009-06-19T08:26:00+0200
Hagen. Das Internet-Auktionshaus „ebay” hat seit dieser Woche neue Regeln für Versandkosten eingeführt. Bestimmte Waren dürfen nur noch bei kostenlosem Versand verkauft werden. Gestiegene Transparenz oder Abzocke - die Meinung der Kunden geht auseinander.
Betroffen sind insgesamt 26 Warenkategorien aus dem Niedrigpreissektor, darunter Zubehör für Digitalkameras oder Handys, aber auch Accessoires für Damen- und Herrenkleidung. Wer diese Produkte anbietet, darf nun keine Versandkosten mehr fordern. Heißt konkret: Versandkosten übernimmt der Verkäufer, der diese dann wohl künftig in den Startpreis der Auktion einrechnen wird.
Versandkostenfreier Verkauf sei Marktstandard
Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit den teils zu hoch angesetzten Versandkosten. „Das war ein Grund für viele Menschen, nicht bei uns einzukaufen. Zudem hat sich der versandkostenfreie Verkauf immer mehr als Marktstandard durchgesetzt”, erklärte Pressesprecherin Maike Fuest auf Anfrage der Westfalenpost. Versandkosten waren bis jetzt nicht im eigentlichen Ersteigerungs-Preis enthalten, sondern wurden separat angegeben.
Mehr Provision für Ebay
Die Änderung könnte aber auch einen weiteren Hintergrund haben: Für den Verkauf eines Artikels verlangt „ebay” eine Provision, die abhängig von der Höhe des Verkaufspreises ist. Werden nun Artikel zu höheren Preisen aufgrund der einkalkulierten Versandkosten verkauft, steigen auch die Einnahmen des Unternehmens.
Bisher waren besonders Auktionen beliebt, bei denen der Startpreis nur einen Euro betrug, da hier keine Grundgebühren anfielen. Dies könnte nun problematisch werden: Wird bei der Auktion nicht der erhoffte Verkaufspreis erreicht, könnte es für den Verkäufer aufgrund der nun anfallenden Versandkosten sogar ein Verlustgeschäft werden.
Boykott-Drohungen
Viele Ebay-Kunden hat die Pflicht zum Gratisversand in Aufruhr versetzt. Im Internet-Forum des Auktionshauses haben Nutzer ihrer Wut über die Neuregelung mittlerweile Luft gemacht. Selbst Boykott-Aufrufe sind dort zu finden. Allerdings gibt es auch positive Reaktionen, in denen die nun bessere Transparenz bei den Versteigerung betont werden.

19:18
Bevor ich einen Artikel für einen Euro anbiete (verkaufen muss) und auch noch die Portokosten selber zahlen muss, dann werfe ich das Teil lieber in die Mülltonne.
eBay vergrault sich Ihre Verkäufer selber. Also ist es kein Wunder das eBay den Bach runter geht!
18:50
ein tip für alle, kostenlos: lasst doch einfach mal finger von ebay und verkauft euer zeug wie früher. über die klein anzeigen in der zeitung.
08:57
Völliger Quatsch. Was soll ich den als Verkäufer nun machen? Ich stelle Artikel ab einem Euro ein da swe Artikel dadurch interessanter wird. Wenn ich dann für 50€ verkaufe habe ich bei 6,90€ Versandkosten nur einen Nettogewinn von 43,10€. Setzte ich den Preis bei 60€ an wird er für viele Interessenten sofort uninteressant und ein Verkauf kommt vermutlich nicht zu stande. Weiterhin muss ich höhere Einstellgebühren und Provisionen bezahlen, wer hat da also was von? Ich oder Ebay? Außerdem ist es ja hinlängst bekannt das die Preise bei Ebay erst in den letzten Sekunden gemacht werden. Und diesen Vorteil habe ich meist nur bei 1€ Angeboten.
Jeder kann selbst entscheiden wo er mitbietet oder nicht wenn ihm die Versandkosten zu hoch erscheinen.
08:21
Ich glaube das es einige Mitglieder bei ebay doch arg mit den Portokosten übertrieben haben, Deshalb hat ebay die Notbremse gezogen. Auch das die Versanddauer angegeben werden muss sehe ich positiv, hatte es schon mehrfach das ein Artikel erst 10-12 Tage nach Gelderhalt einging, da der Verkäufer es wohl doch nicht soooo eilig hatte den Artikel zu versenden.
Klar muss keiner bei ebay verkaufen/kaufen, gemacht wird es trotzdem. Ich glaube das sich hier eh nur die aufregen werden die sich bisher noch ein einträgliches Sümmchen mit dem Porto verdient haben, wobei eine Beteiligung des Käufers an Verpackung Klebeband, etc. in einem moderaten Rahmen an sich ok ist. Nur übertreiben sollte man halt nicht wie bisher oft der Fall
06:42
Ich hätte es besser gefunden bzw. finde es für ganz Ebay besser, wenn die Portokosten allesamt aufgeführt werden. Immerhin stehen diese bei der Deutschen Post, etc. fest. Manche Verkäufer allerdings wollen für einen normalen 1,45€-er Brief, 2,00€ haben. Einfach, weil der Betrag besser aussieht und ihnen mehr bringt.
Sowas finde ich eine Schweinerei!
20:24
Bei zuhohen Versandkosten ich habe auch oft den
Verkäufer angeschrieben und ihm eine Alternative vorgerechnet und weil ich nur positive Bewertungen habe, habe ich dann viele Artikel sogar als Wahrensendung bekommen.
...und Gebührenfreiheit bei 1 Euro Startgebühr gibt es doch gar nicht so lange, das haben sie ja damit auch wieder faktisch abgeschafft.
Der aktuelle Ebayvorstand scheint wohl einigermaßen unfähig zu sein, sind ihnen doch schon die Einnahmen mit der letzten Aktualisierung eingebrochen und jetzt legen sie grade noch mal eine Schippe drauf, habe das Gefühl die Ignoranten dort demontieren sich schrittweise selber
na ja, bedauerlich wäre etwas anderes
17:17
Absolute Abzocke, nichts weiter. Wenn ich mehrere Artikel vom selben Verkäufer erwerben möchte, muss ich also für jeden Artikel einzeln die Versandkosten einrechnen!?? Soll ich dann netto am Ende 40,00 EUR Versand bezahlen, weil ich 8 Artikel mit je 5,00 EUR eingerechnetem Versand ersteigert habe???
Der einzige, der Profit damit macht, ist eBay.
Jeder einigermaßen vernünftige Mensch war schon vorher in der Lage, Versandkosten zu vergleich und bei demjenigen Verkäufer einzukaufen, der die niedrigsten bzw. realitätsnächsten Versandkosten angeboten hat.
Ich werde eBay dann jetzt wohl endgültig verlassen, denn diese ganze Änderungsscheiße, die in den letzten Monaten nicht ansatzweise den Kunden etwas gebracht hat, sondern nur dem Konzern selbst, ist für mich nicht mehr hinnehmbar.
00:28
Ebay wird immer schlimmer ,das gleiche gilt für die Neuigkeit das man angeben muß,wieviel Werktage der Versand dauert .Was ein Schwachsinn !!Und die Versandkosten sind doch für jedermann ersichtlich ,da muß doch nicht auch noch rum gemacht werden .Ein Boykott wäre mal nicht schlecht,schließlich ist Deutschland der zweitgrößte Markt für Ebay!!
03:48
........und warum sieht man auf e-bay nichts?
alles wie gehabt...
13:24
Jetzt will ebay auch noch an den Versandkosten, die nun einmal enstehen, mitverdienen. Ein durchschaubares Vorhaben eines widerlichen, gierigen Konzerns. Ebay? Nein Danke heißt es für mich in Zukunft!