Der Wald als ein offenes Geschichtsbuch
19.06.2011 | 20:01 Uhr 2011-06-19T20:01:00+0200
Arnsberg. Arnsberg.Er soll eine touristische Attraktion werden und vergessene Orte wieder ins Bewusstsein der Menschen von heute rücken: der kulturhistorische Wanderweg im „Kurfürstlichen Thiergarten“, der Sonntag in Arnsberg vor rund 500 Zuschauern eröffnet wurde.
Er soll eine touristische Attraktion werden und vergessene Orte wieder ins Bewusstsein der Menschen von heute rücken: der kulturhistorische Wanderweg im „Kurfürstlichen Thiergarten“, der Sonntag in Arnsberg vor rund 500 Zuschauern eröffnet wurde.
Der etwa 10 Kilometer lange Rundweg umfasst ein geschichtsträchtiges Areal, gilt doch der ehemalige „Kurfürstliche Thiergarten“ als Keimzelle der Jagd im Arnsberger Wald. Zugleich ist der Wald hier offenes Geschichtsbuch mit spannenden Spuren der bewegten Arnsberger Vergangenheit. Sie erzählen von Pest und Lepra, frühem Bergbau und früher Industrie, einem Angriff der Schweden in 1634 oder dem 2.Weltkrieg. Der ehemalige Tiergarten, der auf Kurfürst Maximilian Heinrich von Bayern (1650 - 1688) zurückgeht, verfügt zudem noch immer über einen fantastischen Baumbestand.
In diesem Gehege ging der lebensfrohe Maximilian Heinrich in Sichtweite des Arnsberger Schlosses der Jagd nach. Oder vielmehr ließ er sich Wildschweine, Hirsche, Rehe und Auerhähne in bequemer Sitzhaltung vor die Flinte treiben.
40 Erlebnisstationen entlang des neuen Wanderweges geben nun teils verblüffende Einblicke in frühere Lebens- und Herrschaftsverhältnisse, in den damaligen Umgang und Eingriff in die Natur. An der Entstehung sind zahlreiche Kooperationspartner wie die NRW-Stiftung „Natur - Heimat - Kultur“, die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt, SGV und Heimatbund Arnsberg sowie der Landesbetrieb Wald und Holz beteiligt. Ein gutes Beispiel für Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel, was Ehrenamt und Institutionen gemeinsam zu schaffen in der Lage sind.

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