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Der Griff zur Zeitung

11.02.2008 | 19:09 Uhr

Zeitungsleser wissen mehr - hinter dem Medium auf Papier steckt meist ein kluger Kopf. Weil heute in vielen Familien aber Fernseher und Computer das Buch und die Tageszeitung verdrängt haben, büßen immer mehr Schüler die Fähigkeit zum Verstehen von Texten ein. Lesekompetenz aber muss trainiert werden - hier setzt das Projekt „ZeitungsZeit” an.

Die tägliche Lektüre der Zeitung versetzt Schüler in die Lage, sich ein eigenes Bild von der nahen und fernen Welt zu machen. Nur wer weiß, was in seinem Ort oder im Sportverein abgeht, kann mitreden. Das weiß aber nur der, der gezielt an die Zeitung herangeführt worden ist.

83 Prozent hat es gefallen

Die Erfolge der Vorläufer-Projekte können sich sehen lassen: 83 Prozent der Hauptschüler hat der etwas andere Unterricht mit der Tageszeitung gefallen. Jeder zweite Schüler will sogar künftig mehrmals die Woche Zeitung lesen. Vor dem Startschuss zum Schulprojekt griffen nur zehn Prozent der Hauptschüler täglich zur Zeitung.

Die Pisa-Studien haben die mangelhafte Lesefähigkeit unserer Schüler kritisiert. Da Lesen aber der Schlüssel zum Wissen ist, erweitern schon 30 Minuten Lektüre die Kompetenz der Schüler. Die Zeitungsverlage müssen natürlich dafür sorgen, dass die Zeitung mit interessanten Themen ausreichend Anreiz zum Lesen bietet. Unsere Zeitung geht mit der „Kinderpost” und den Seiten für „Junge Leute” konsequent diesen Weg. Zeitung lesen macht junge Leute schlauer, ohne Lesen funktioniert Wissensvermittlung nicht.

Wilfried GOEBELS

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