Der allererste Festival-Besucher
07.02.2008 | 16:28 Uhr 2008-02-07T16:28:00+0100
Berlinale-Tagebuch von Andreas Thiemann
Die Berlinale beginnt für mich mit einem ganz besonderen, ganz privaten Erlebnis: Ich bin der erste, jawohl, wirklich der allererste Festivalbesucher im Kino: Zur Pressevorführung des Rolling Stones-Films komme sicherheitshalber eine Stunde vorab, wohlwissend, dass diese Produktion auf ein ungeheures Interesse stößt - und stehe doch am Ende einer bereits riesiglangen Schlange.
Aber plötzlich dann die Durchsage: „Aufgrund des großen Andrangs öffnen wir heute ausnahmsweise auch den Seiteneingang dort drüben.” Und schwupps - da stehe ich jetzt als erster vor der zweiten Absperrung. Als sie geöffnet wird husche ich ins Kino und sehe einen noch gänzlich leeren Saal vor mir. Zugegeben, es ist ein Triumph ohne wirklichen Wert, aber irgendwie auch ein schönes Gefühl, die diesjährige Berlinale quasi selbst eröffnet zu haben. Anschließend dann noch die Aussicht auf ein Interview mit den Rolling Stones; das Festival läuft wahrlich nicht schlecht an. Leute, das könnte glatt meine Lieblingsberlinale werden, wenn das so weitergeht.

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