Das aktuelle Wetter NRW 4°C
Kommentar

Das No-Name-Signal

20.11.2009 | 19:52 Uhr

Kompromiss zum EU-Spitzen-Tandem.

Die Belgier kennen Herman Van Rompuy, die Nicht-Belgier nicht. Baroness Ashton kennen nicht mal die Briten. Das ist das neue Spitzen-Tandem der EU. Ehrenwert, durchaus mit dieser oder jener Sachkompetenz ausgestattet. Aber mehr No Name geht nicht. Man muss kein Fan des gescheiterten Kandidaten Tony Blair sein, um das zu bedauern.

Die Posten des Ratspräsidenten und Außenministers sind das Ergebnis eines Kompromisses im einstigen EU-Verfassungskonvent. Dass damit der Stein der Weisen gefunden wurde, behaupteten nicht einmal die Erfinder. Ob die Funktionen ineinandergreifen oder sich ins Gehege kommen, wird erst die Praxis zeigen. Aber ein Zweck war stets klar: Präsident wie Außenminister stehen für eine international anspruchvollere Union. Sie sollten helfen, die EU aus ihrer Zwitter-Gestalt aus wirtschaftlicher Macht und politischer Ohnmacht zu erlösen.

Die Erstbesetzung spricht eine andere Sprache: Wir haben es uns überlegt! Wir sind wieder ganz bescheiden, in den Ansprüchen an uns selbst und an die große weite Welt da draußen. Die darf und soll sich weiter an die Nationalgrößen Merkel, Sarkozy oder Brown halten. In Brüssel reicht solides Handwerk. Das ist nichts anderes als eine Abwertung. Aus Brüsseler Sicht ist es eine Selbst-Abwertung.

Knut Pries

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2135909/create

Umfrage
Das Aus für die Drogeriekette Schlecker ist besiegelt. Werden Sie Schlecker vermissen?

Das Aus für die Drogeriekette Schlecker ist besiegelt. Werden Sie Schlecker vermissen?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Jahreskonferenz
Bildgalerie
Jahreskonferenz...
Busunfall in Siegen
Bildgalerie
Unfall
Eggeabtrieb 2011
Bildgalerie
Fotostrecke
Liese am Rednerpult
Video
EU
Foto
Aus dem Ressort
Das Geheimnis der schwarzen Hand, Folge 14
Fortsetzungskrimi
Wendler und Schulthof fluchten und fühlten sich an der Nase herumgeführt. In zwölf Städten und Gemeinden hatten sie vergeblich gesucht, hatten historische Stätten und touristische Sehenswürdigkeiten kennen gelernt und manchen städtischen Werbeblock gehört. Aber eine Spur von der Schwarzen Hand?
Foto Text
Das Geheimnis der schwarzen Hand, Folge 13
Fortsetzungskrimi
Die Wälder wurden immer tiefer und dunkler. Keine Menschenseele war zu sehen. Würde der Täter endlich Ernst machen?
Foto