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Biggebrücke wird teuer saniert

29.06.2009 | 17:44 Uhr

Der Neubau der Talbrücke Sondern über den Biggesee ist nicht nur kompliziert, sondern auch teuer: mit rund zehn Millionen eine der teuersten Baustellen in NRW. Das erläuterte der Regionalniederlassungs-Leiter Ludger Siebert vom Landesbetrieb Straßen-NRW gestern bei der Vorstellung der Baumaßnahme.

Die Talbrücke Sondern über den Biggesee muss wegen des verwendeten Stahls erneuert werden. Der Abriss beginnt im August. Foto: Heinrich Hendel

Ab August wird die rund 275 Meter lange und marode Spannbetonkonstruktion abgebrochen. Sie wird in rund 300 Tonnen schwere Teile zerlegt, die auf Pontons im Biggesee herabgelassen werden. Die Abschnitte werden dann zum Anleger verschifft und weiter zerkleinert.

22 Monate Bauzeit

Von der 1963 eröffneten Brücke bleiben nur die fünf Pfeiler stehen. Darauf wird dann in insgesamt 22 Monaten Bauzeit eine Stahl-Beton-Verbund-Konstruktion errichtet, die in zwölf Teilstücken an Land montiert und anschließend auf die Pfeiler geschoben wird.

Den Zuschlag für Abbruch und Neubau hat der österreichische Konzern Alpine erhalten. Neben den 8,8 Millionen Euro Kosten für das Brückenbauwerk, das die Landesstraßen 512 und 563 verbindet, werden auch die Zubringer erneuert, was rund 1,2 Millionen Euro kosten soll.

Erneuert werden muss die Brückenkonstruktion, weil beim Bau so genannter „Neptun”-Stahl für die Spannelemente verwendet wurde. Dieser weist nach heutigen Erkenntnissen Schwachstellen auf, die zu Rissen führen könnten. Bei einer reinen Sanierung wären diese Schwachstellen nicht beseitigt worden, erläuterte Siebert.

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Lars-Peter Dickel

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