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Poloturnier

Adrenalin, Dynamik und Emotionen

28.07.2009 | 22:20 Uhr
Adrenalin, Dynamik und Emotionen

Balve. Die Tribüne bebt, wenn beim Polo die Pferde mit bis zu 60 Stundenkilometern durch das Reitstadion galoppieren und die Reiter nahezu akrobatische Kunststücke vollbringen, um den kleinen Ball im Tor unterzubringen.

Die Reiter hängen sich waghalsig in die Sättel, um vor dem Kontrahenten an den Ball zu kommen. Adrenalin, Dynamik, Emotionen werden auch die zweite Auflage des Wocklumer Polo-Turniers, das vom 31. Juli bis zum 2. August stattfindet, dominieren.

Einer, der sich ganz besonders darauf freut, ist Hathumar Rustige, zweifacher Deutscher Meister und deutscher Polo-Pionier aus der Gemeinde Möhnesee. „Die Premiere war einzigartig professionell.” Gleichwohl gab es bei den Spielern enorme Skepsis im Vorfeld. „Niemand hätte gedacht, dass es auf dem kleinen Feld möglich ist, mit so hohen Geschwindigkeiten zu sprinten. Aber der Boden ist einfach sensationell und schont gleichzeitig Sehnen und Gelenke der Pferde. Etwas Gleichwertiges gibt es nicht.”

Foto: Stefan Scherer

Hathumar Rustige war einer der ersten Polo-Spieler in Westfalen. „Ich kam in den 70er Jahren das erste Mal mit Polo in Berührung.” In seiner Heimat waren Engländer stationiert und die Offiziere des Kavallerie-Regimentes spielten mit Vorliebe Polo. Es hat jedoch etwas gedauert, bis Hathumar Rustige sich selbst aufs Pferd setzte und mit dem Schläger dem Polo-Ball hinterherjagte. „Auch wenn ich lange gebraucht habe, bis ich die Regeln richtig verstanden habe, war ich doch sofort infiziert”, sagt er mit Blick auf die späten 80er Jahre.

Leidenschaft für den Polo-Sport

Die Polo-Leidenschaft ließ den 46-Jährigen bis heute nicht mehr los. Mittlerweile hat er fünf Polo-Pferde und ist einer der wenigen, der das zeitintensive Training ausnahmslos selbst in die Hand nimmt. Nachdem er zwei Jahrzehnte lang durch Deutschland zu den Turnieren reiste, freut er sich auf das Event im Schatten des Schlosses Wocklum auch wegen der Nähe zu seiner Heimat.

„Doch da sind noch viele andere Dinge, die das Turnier zu etwas ganz Besonderem machen”, sagt Hathumar Rustige. „Die Zuschauer sitzen in der Arena direkt am Geschehen, bekommen die spektakulären Aktionen hautnah mit. Beim Rasen-Polo können die Spieler bis zu 280 Meter entfernt sein.” Zudem ist der Polo-Fachmann fasziniert gewesen von der Atmosphäre. „Es ist familiär, charmant. Jeder ist willkommen, das Turnier in Balve ist keine elitäre Veranstaltung.”

Das ist genau das, was die Veranstalter um Freifrau Rosalie von Landsberg-Velen bezwecken wollen. Sie möchten den Gästen ein besonderes Erlebnis bieten, das sie so schnell nicht vergessen. Dafür haben sie in diesem Jahr das Programm erheblich aufgestockt. Gleich acht Teams mit internationalen Profis gespickt, gehen in Balve an den Start - doppelt so viele wie im Vorjahr. „Wir haben nicht nur von Besuchern, sondern auch von den Sportlern eine so überwältigende Resonanz bekommen, dass wir keine Probleme hatten, die Teams zusammenzustellen”, sagt Rosalie von Landsberg-Velen.

Öffnungszeiten

Die Tore des Reitstadions öffnen an jedem Tag um 11 Uhr, ab 12 Uhr beginnen die Spiele. Der Eintritt für den Freitag beträgt 5 Euro, für Samstag und Sonntag jeweils 10 Euro. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt. Karten und weitere Informationen auch zum Rahmenprogramm gibt es unter 02375/910251 oder unter www.arenapolo-wocklum.de

Stefan Scherer

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Kommentare
29.07.2009
09:13
Adrenalin, Dynamik und Emotionen
von Petra Hollmann | #1

Toller Sport, bei dem Pferden der Kopf nach unten festgebunden und mit Eisenstücken im Maul rumgezerrt wird!

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