60 Meter langer Schornstein kracht auf Generatorhalle
11.12.2009 | 16:58 Uhr 2009-12-11T16:58:00+0100
Hamm-Uentrop. Donnerstagabend, 20.28 Uhr. Ein jammerndes Krachen und Bersten, dann stürzt der sechzig Meter hohe Schornstein des RWE-Kohlekraftwerks Westfalen mit ohrenbetäubendem Lärm auf die Generatorenhalle und durchschlägt die Dachkonstruktion.
Schlagartig stehen die Bürgerinnen und Bürger von Hamm-Uentrop im Dunklen: Stromausfall. Ampeln und Straßenbeleuchtungen versagen ihren Dienst. Zwei von drei Kraftwerksblöcken des Stromerzeugers an der Siegenbeckstraße schalten sich ab.
26 Nachtschichtarbeiter
Die 26 Nachtschichtarbeiter bringen sich in Sicherheit und laufen ins Freie, als ein Feuer in der Pyrolyseanlage des Kraftwerkes ausbricht. In dieser Anlage werden heizwertreiche Abfälle und Kunststoffe bei sehr hohen Temperaturen verschwelt.
Überhitzung
Beim Ausbruch des Feuers, so vermutete die Feuerwehr später, „kam es offenbar aus unbekannten Gründen zu einer Überhitzung”. Die Flammen greifen auf die zwei Meter breite Basis des benachbarten Schornsteins über. Die Wände können der Hitze nicht standhalten. Der Schlot neigt sich zur Seite und fällt um.
Wärmebildkamera
Beim Eintreffen der Feuerwehr sind keine Flammen mehr zu sehen. Mit mehr als 50 Einsatzkräften durchkämmt die Wehr das Gelände. Mit einer Wärmebildkamera suchen die Männer in allen angrenzenden Gebäudeteilen nach unentdeckten Brandnestern. Gleichzeitig zieht RWE Power Proben aus der Außenluft. Das Ergebnis: Es sind keine giftigen Stoffe ausgetreten.
Hoher Schaden
Die genaue Brandursache ist im Detail nicht bekannt. Die Generatorenhalle wurde schwer beschädigt. Der Sachschaden soll im „hohen sechsstelligen Bereich” liegen.

21:58
Hehe, Klugscheißerei hoch 5, aber zurecht ;-)
15:15
Texte aus dem Artikel oben entnommen:
Version 1
Ein jammerndes Krachen und Bersten, dann stürzt der sechzig Meter hohe Schornstein des RWE-Kohlekraftwerks Westfalen mit ohrenbetäubendem Lärm auf die Generatorenhalle und durchschlägt die Dachkonstruktion.
Die 26 Nachtschichtarbeiter bringen sich in Sicherheit und laufen ins Freie, als ein Feuer in der Pyrolyseanlage des Kraftwerkes ausbricht. In dieser Anlage werden heizwertreiche Abfälle und Kunststoffe bei sehr hohen Temperaturen verschwelt.
Version 2
Beim Ausbruch des Feuers, so vermutete die Feuerwehr später, „kam es offenbar aus unbekannten Gründen zu einer Überhitzung”. Die Flammen greifen auf die zwei Meter breite Basis des benachbarten Schornsteins über. Die Wände können der Hitze nicht standhalten. Der Schlot neigt sich zur Seite und fällt um.
Herr Redakteur Volker Dörken, was war nun zu erst da.
1. Der Schornstein stürzte auf die Generatorhalle und ein Brand brach aus.
2. Ein Brand brach aus und der Schornstein stürzte dann - als Reaktion auf die Hitzeentwicklung - auf die Generatorhalle.
Einzig allein, dass der Strom ausfiel ist bei allen beiden Ereignissen gleich - oder?