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130: Nötig oder sinnlos

29.10.2007 | 17:50 Uhr

Tempolimit spaltet die politische Landschaft in der Region

Hagen. (wp) Nach dem Beschluss des SPD-Parteitags, der auf deutschen Autobahnen ein generelles Tempolimit von 130 km/h fordert, hat die WP die Fraktionsvorsitzenden der Kreise bzw. kreisfreien Städte in der Region um Statements gebeten. Hier die Antworten: Jochen Weber (SPD), Hagen: „Im europäischen Ausland ist ein Tempolimit durchaus üblich. Dort läuft der Verkehr vielfach sehr flüssig.  Man sollte auch gegen eine starke Automobil-Lobby seine Meinung vertreten.” Wolfgang Röspel (CDU), Hagen: „Generell bin ich gegen ein Tempolimit. Meiner Meinung nach wäre es viel sinnvoller, für Lkw ein Überholverbot auf Autobahnen einzuführen.” Thomas Förderer (SPD),  Kreis Olpe: „Ich bin gegen ein Tempolimit, weil es umwelttechnisch nichts bringt. Angesichts der geringen Verbesserungen halte ich das nicht für angemessen.” Josef Geuecke (CDU), Kreis Olpe: „Ich bin gegen ein Tempolimit, weil es ohnehin kaum noch Straßen ohne Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt. Überall sonst wäre es eine unnötige Einschränkung.” Michael Sittler (SPD),  Siegen-Wittgenstein: „Ich bin für ein Tempolimit, weil die CO2-Reduktion  bei einem Tempolimit auf Autobahnen zwar nicht so groß wäre. Aber steter Tropfen hölt den Stein. Außerdem haben wir  auf deutschen Autobahnen auf vielen Strecken bereits ein Tempolimit. Ich denke aber, die Unfallzahlen würden sinken.” Manfred Gerhard (CDU), Siegen-Wittgenstein: „Ich bin gegen ein Tempolimit, weil jeder Autofahrer sich der jeweiligen Verkehrssituation auf der Autobahn anpassen kann. Wo man schneller als 130 fahren kann, sollte das möglich sein.” Angelika Machelett (SPD), Märkischen Kreis: „Ich bin gegen ein Tempolimit, weil ich moderne Verkehrsbeeinflussungssysteme für das Mittel der Zukunft halte.” Thomas Gemke (CDU), Märkischer Kreis: „Ich bin gegen ein Tempolimit, weil es bei mehr als 50 Prozent der deutschen Autobahnen bereits Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt. Selbst wenn man mehr als 130 km/h fahren möchte, kommt man häufig aufgrund von Staus gar nicht schneller voran.”  Paul Frech (CDU), EN-Kreis: „Ich bin gegen ein Tempolimit, weil das nicht viel bringt. Vielmehr müsste man den Verkehr dynamisch regeln.” Dietrich Kessel (SPD), EN-Kreis: „Ich bin für ein Tempolimit, weil es die Unfallgefahr und die Lärmbelästigung senkt, sowie einen besseren Verkehrsfluss gewährleistet.”

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