Das aktuelle Wetter NRW 5°C
Ernährung

Verbraucherschützer warnen vor Diättrend Eiweißbrot

25.06.2012 | 16:21 Uhr
Verbraucherschützer warnen vor Diättrend Eiweißbrot
Eiweißreiches Brot ist zurzeit der Renner in vielen Bäckereien. Doch der vermeintliche Diättrend entpuppt sich als Fettmacher. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool

München.   „Eiweißbrot“ ist der Trend in Bäckereien. Doch Verbraucherschützer schlagen jetzt Alarm: In einem Test hat sich gezeigt, dass die vermeintlichen Schlankheitsmacher tatsächlich kalorienreicher als herkömmliches Brot sind. Ihr Fettanteil ist bis zu zehnmal so hoch - und teuer sind sie auch noch.

Verbraucherschützer warnen vor übermäßigem Verzehr sogenannten Eiweißbrotes, wenn Verbraucher damit Gewicht verlieren wollen. In einem Vergleichstest habe sich gezeigt, dass die meisten Eiweißbrot-Sorten „kalorienreicher waren als herkömmliches Brot“, teilte die Verbraucherzentrale Bayern (VZB) am Montag in München mit. Insgesamt zehn Brotsorten seien untersucht worden. Der Fettanteil bei den Eiweißbroten war demnach drei bis zehnmal so hoch wie bei normalem Brot. Deswegen werde von Eiweißbrot alleine „kein Mensch abnehmen“, erklärte VZB-Ernährungswissenschaftlerin Daniela Krehl.

Die getesteten Eiweißbrot-Sorten seien insgesamt „recht teuer“ gewesen; das Pfund habe drei Euro und mehr gekostet, teilte die VZB mit. Derzeit gebe es einen regelrechten „Eiweißbrot-Boom“. Auslöser für den Trend seien die Ergebnisse einzelner Untersuchungen, die gezeigt hätten, dass es beim Abnehmen helfe, abends wenig Kohlenhydrate und mehr Eiweiß zu sich zu nehmen. Deswegen böten Bäcker und Bäckereiketten verstärkt Brot mit weniger Getreidemehl und erhöhtem Anteil etwa an Soja- oder Lupineneiweiß an.

Dadurch veränderten sich jedoch auch die Backeigenschaften des Brotes, erklärte Ernährungsexpertin Krehl. Dies mache vielfach den Einsatz von Hilfsstoffen nötig, damit Geschmack und Konsistenz nicht litten. Dennoch überzeugten die Mode-Brote gerade unter diesen Aspekten nur wenig. Die Tester hätten „oft ein etwas klebriges und pappiges Mundgefühl“ gehabt. Die „häufig schwammige Konsistenz“ sei „deutlich anders“ als bei herkömmlichem Brot, erklärte die Verbraucherzentrale. (afp)



Kommentare
29.06.2012
11:03
Klebefleisch, Analogkäse,
von leserschwert | #7

...Eiweißbrot.

27.06.2012
12:01
Verbraucherschützer warnen vor Diättrend Eiweißbrot
von DerLeserAusDemPott | #6

zu #4 & #5
Genau so ist das!

Und jetzt ist der Artikel von der Startseite verschwunden...
Ein Schelm wer böses dabei denkt ;-)

27.06.2012
09:50
Verbraucherschützer warnen vor Diättrend Eiweißbrot
von klade_kett | #5

Es ist eine Frechheit wie hier durch falsche Fakten und Überschriften unnötig Stimmung gemacht werden soll!
Tatsache ist (das kann auch der Diät-Papst Dr. Pape aus Essen bestätigen) daß man mit einer speziell angepassten Ernährungsumstellung und Unterstützung durch z.B. das Eiweißbrot man durchaus sehr ordentlich abnehmen kann. Und dabei dürfen sogar Chips, Pommes und co auf dem Speiseplan stehen! Es kommt auf die Kombination an!
Leider erliegt derwesten.de dem Irrtum man müsse unkritisch einfach irgendeine Pressemeldung eines "Verbraucherschutzvereins aus München" übernehmen ohne nachzufragen ob das alles stimmt was man da liest?
Zum erstellen von Zeitungen gehört auch das einschalten des Gehirns zum denken!!

1 Antwort
Verbraucherschützer warnen vor Diättrend Eiweißbrot
von Irabu | #5-1

Stop, ein Gedanke ist falsch an ihrer Ausführung. Das Eiweißbrot besteht auch zu 90 % aus Kohlehydraten. Was soll also der Schwachsinn mit dem Eiweißbrot?
Dr. Papa möchte dass wir weniger Kohlehydrate zu uns nehmen, dann wird er wohl kaum das Eiweißbrot empfehlen oder?

27.06.2012
08:56
Einseitige Darstellung
von stagerbn | #4

Hier wurde eine Pressemitteilung zu unkritisch übernommen.

So sind z.B. die Unterschiede im Kaloriengehalt nicht so groß: ein Eiweißbrot einer großen deutschen Bäckereikette hat rund 285kcal pro 100g, während ein vergleichbares normales Brot des gleichen Anbieters 252kcal hat. Und Eiweiß und Fette sind essentielle Nährstoffe, während die sonst in Brot vorherrschenden Kohlenhydrate gar nicht mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Beispiel: Wollte eine durchschnittliche Frau ihren täglichen Proteinbedarf mit Eiweißbrot decken wollen, müsste Sie davon nur 185g essen und würde dadurch 525kcal zu sich nehmen. Von dem normalen Brot bräuchte sie 528g, was rund 1.330kcal entspricht…
Mehr Infos habe ich hier zusammengefasst:
http://www.umstellung.info/2012/06/ernaehrung/die-verbraucherzentralen-und-das-eiweissbrot/

26.06.2012
16:20
Verbraucherschützer warnen vor Diättrend Eiweißbrot
von ArnoldF | #3

Bewegung soll angeblich auch helfen die Kilos abzubauen.

1 Antwort
Verbraucherschützer warnen vor Diättrend Eiweißbrot
von DerLeserAusDemPott | #3-1

Das ist sebstverständlich...
Die Kombination machts!
Jeden Tag min. ne halbe Stunde Sport und dazu kohlenhydratarme Ernährung.
Das funktioniert wunderbar ;-)

26.06.2012
07:33
Verbraucherschützer warnen vor Diättrend Eiweißbrot
von DerLeserAusDemPott | #2

Kann da meinem Vorredner nur zustimmen.

Stichwörter: Atkins und Toaster fehlen mir noch...

Ps.: knapp 30 kilo runter ;-)

1 Antwort
Verbraucherschützer warnen vor Diättrend Eiweißbrot
von IIDottore | #2-1

Respekt !!!

25.06.2012
18:25
Verbraucherschützer warnen vor Diättrend Eiweißbrot
von summer68 | #1

Hm, schlecht recherchiert. Natürlich soll niemand nur Eiweißbrot essen. Der Sinn des Brotes liegt in der Gesamtheit des Ernährungskonzeptes. Z.B. Morgens kein tierisches Eiweiß, abends keine Kohlenhydrate.
Ich kann nur sagen, dass ich mit dem Konzept 6 Kilo abgenommen habe.

3 Antworten
Verbraucherschützer warnen vor Diättrend Eiweißbrot
von b.scheuert | #1-1

Das kann nicht! ;-)

Verbraucherschützer warnen vor Diättrend Eiweißbrot
von nussknacker | #1-2

#1-1
wie bitte?
so muss Technik!

Verbraucherschützer warnen vor Diättrend Eiweißbrot
von Irabu | #1-3

Dann bin ich mal gespannt wie sie das halten werden :-)
Die Wahrheit sieht doch so aus, dass man irgendwann wieder in die alten
Muster zurückfällt, dann sammelt sich das ein oder andere Kilo wieder an.

Aus dem Ressort
Online-Handel und Helene Fischer beflügeln Douglas
Parfum-Handel
Die Parfümerie- und Buchhandelskette macht inzwischen ein Zehntel ihres Umsatzes im Internet. Die Zusammenarbeit mit der Sängerin Helene Fischer ist für den Firmenchef "eine glückliche Fügung". Das nur bei Douglas verkauftes Parfum fliege "geradezu aus den Regalen".
Ab 20 Uhr ist Tanken teurer - Benzinpreisstelle zieht Bilanz
Kraftstoffpreis
Vor der Fahrt zur Tankstelle gucken Millionen Deutsche inzwischen auf die Handy-App oder in den Rechner. Verbraucherportale weisen dort den Weg zum günstigsten Sprit. Das Bundeskartellamt sammelt die Daten und gibt sie kostenlos weiter - auch, um den Wettbewerb zu stärken.
Deutsche stecken im Schnitt 285 Euro in Weihnachtsgeschenke
Weihnachten
Die Deutschen werden dieses Jahr voraussichtlich etwas weniger für Weihnachtsgeschenke ausgeben als im vergangenen Jahr. Ein Volk von Knausern? Die GfK hat ermittelt, dass wir im Schnitt immer noch fast 300 Euro für die Bescherung unserer Lieben ausgeben.
EU-Parlament stimmt für Aufspaltung von Google
Wettbewerb
Google ist ein Wegweiser durch das Internet. Für viele Verbraucher in Europa ist die amerikanische Suchmaschine die erste Wahl. So viel Einfluss ist manchen unheimlich. Das Europaparlament macht nun Druck. Sie haben für eine Aufspaltung von Google gestimmt. Bindend ist das Ergebnis aber nicht.
Abbrecherquote bei Auszubildenden auf Rekordniveau
Azubis
Ein rauer Umgangston, Überstunden und keine fachliche Anleitung: Laut einer DGB-Umfrage sind viele Azubis in NRW unzufrieden mit ihrer Lehrstelle. Der Wert liegt in diesem Jahr so hoch wie noch nie. Auffällig: In den am schlechtesten bewerteten Branchen liegt die Abbruchquote am höchsten.
Umfrage
Das Bundesverwaltungsgericht hat der Sonntagsarbeit engere Grenzen gesetzt. Wie finden Sie das?
 
Fotos und Videos