Das aktuelle Wetter NRW 11°C
Abo-Tricks

Sperre kann vor Smartphone-Kostenfalle durch Apps schützen

22.06.2012 | 08:00 Uhr
Die Verbraucherzentrale NRW rät Smartphone-Nutzern bei ihren Handy-Anbietern eine Teilsperrung für bestimmte Dienste einzufordern.

Düsseldorf.  Die Verbraucherzentrale NRW warnt von fiesen Abo-Tricks bei Smartphone-Apps. Sie rät den Verbrauchern, dass sie einen Brief an ihren Handyanbieter schreiben, indem sie eine Handysperre für Abo- und Erotikdienste von Drittanbietern einfordern. Doch eine Vollsperrung hat ihre Tücken.

Smartphone - und Tablet-Besitzer können sich mit einer neuen Sperre davor schützen, unbeabsichtigt in Kostenfallen zu tappen. Denn viele Apps verleiten dazu, ein kostenpflichtiges Abonnement zu aktivieren. Dafür könne schon der Tipp auf einen eingeblendeten Werbebanner etwa für Klingeltöne oder andere Dienste genügen, teilt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) mit. Kassiert werde das Geld über die monatliche Mobilfunkrechnung. Technisch möglich sei dies durch das sogenannte WAP-Billing (Wireless Application Protocol), ein unkompliziertes Bezahlverfahren per Smartphone , bei dem keine Konto- oder Kreditkartendaten angegeben werden müssen.

Durch das seit Mai novellierte Telekommunikationsgesetz sei es Kunden nun gestattet, die Abrechnung solcher Dienste über die Mobilfunkrechnung zu unterbinden. "Dazu sollten Nutzer ihren Mobilfunkanbieter auffordern, dass die Identifizierung ihres Anschlusses für die Inanspruchnahme oder Abrechnung solcher Abo-Fallen kostenfrei gesperrt wird", rät die Verbraucherzentrale NRW.

Vollsperrung betrifft auch nützliche Dienste

Die Handysperre könne allerdings auch Nachteile mit sich bringen. Bei einer vollständigen Sperre sei es nicht mehr möglich, nützliche Dienste wie etwa die mobile Buchung von Fahrkarten in Anspruch zu nehmen. Wer nicht gänzlich auf WAP-Dienste verzichten möchte, sollte sich bei seinem Mobilfunkanbieter informieren, ob eine Teilsperrung eingerichtet werden kann, die nur bestimmte Leistungen wie zum Beispiel Abos, Erotikdienste oder Drittanbieter betrifft.

Der Weg zum Smartphone

Die Nutzung des heimischen WLAN-Netzwerks sei eine weitere Möglichkeit, um sich vor tückischen Kostenfallen zu schützen. Denn die sogenannte App-Abzocke funktioniert nur bei Geräten, die per eingelegter SIM-Karte eine Verbindung zum Mobilfunknetz aufbauen. Das Smartphone sollte deshalb so eingestellt sein, dass es zu Hause automatisch vom Mobilfunknetz in das heimische Netzwerk wechselt, raten die Verbraucherschützer.

Einen Musterbrief an den Mobilfunkanbieter für die Einrichtung einer Handysperre oder für die Beschwerde über einen Rechnungsposten bietet die Verbraucherzentrale NRW auf ihrer Internetseite an. (dapd)

Die 10 besten Foto-Apps



Kommentare
Aus dem Ressort
Feiertag am Samstag - hier können Sie am Wochenende shoppen
Feiertag
Allerheiligen fällt in diesem Jahr auf einen Samstag. Der Wochenend-Einkauf fällt also flach – aber keine Angst: Der Herbst ist Hochsaison für verkaufsoffene Sonntage – und auch am 2. November sind in vielen Städten die Geschäfte geöffnet. Hier können Sie nach Herzenslust shoppen!
Ehepaar aus Marl klagt über Endlosärger mit Möbelhaus
Vertragskündigung
Heidi und Heinz Lojewski wollten altersgerecht wohnen. Sie zogen um. Die neue Wohnung wollte das Ehepaar komplett neu einrichten. Sie kauften Möbel im Wert von 35.000 Euro. Das war vor vier Monaten. Seither gibt es nichts als Ärger mit dem Möbelhaus.
Täuscht Industrie Verbraucher mit Mindesthaltbarkeitsdatum?
Haushalts-Check
Die ARD hat versucht, im Haushalts-Check die Betrügereien der Lebensmittelindustrie offenzulegen. Sie nutze das Mindesthaltbarkeitsdatum als Verkaufsinstrument, sagen die Autoren des Films - die meisten Produkte seien länger haltbar. Joghurt kann noch zwei Monate nach dem Ablauf in Ordnung sein.
Düsseldorfer Telefonfirma erpresst: 200.000 Kunden betroffen
Internet-Kriminalität
Mehr als 200.000 Kundenanschlüsse sind von einem Angriff auf den Internet-Telefonanbieter Sipgate betroffen. Diese waren teilweise gestört. Erpresser hatten Überlastungsangriffe - so genannte Ddos-Attacken - auf die Infrastruktur des Unternehmens gestartet. Das LKA hat die Ermittlungen aufgenommen.
Rechtliche Grauzone – Was Streaming-Nutzern droht
Streaming
Der neueste Blockbuster, die aktuelle Folge der Lieblingsserie: Streaming-Seiten im Netz sind verführerisch. Doch ist es legal, sie zu nutzen? Wir klären über die wichtigsten Fakten auf – denn Video-Streaming ist eine rechtliche Grauzone.
Umfrage
Samstag ist Feiertag, die Geschäfte haben geschlossen - dafür sind am Sonntag in vielen Städten die Geschäfte geöffnet . Was halten Sie von verkaufsoffenen Sonntagen?

Samstag ist Feiertag, die Geschäfte haben geschlossen - dafür sind am Sonntag in vielen Städten die Geschäfte geöffnet. Was halten Sie von verkaufsoffenen Sonntagen?

 
Fotos und Videos
Foodwatch-Wahl zur größten Werbelüge
Bildgalerie
Windbeutel 2014
Das sind iPhone 6 und Apple-Watch
Bildgalerie
Apple-Neuheiten
Wie Wirte ihre Gäste betrügen
Bildgalerie
Gastronomie