Das aktuelle Wetter NRW 20°C
Rohstoff

Preis für Heizöl steigt auf Jahreshoch

23.10.2009 | 17:53 Uhr
Preis für Heizöl steigt auf Jahreshoch

Hamburg. Wer jetzt seinen Heizöl-Tank noch nicht für den Winter gefüllt hat, muss tief in die Tasche greifen. Der Preis für Heizöl ist auf ein Jahreshoch gestiegen. Die meisten Bundesbürger sollen aber ihre Tanks bereits zu Jahresbeginn gefüllt haben.

Der Preis für Heizöl ist auf den höchsten Stand des Jahres gestiegen. Mit 61,8 Cent pro Liter ist Heizöl nach einen Marktüberblick des Hamburger Fachdienstes EID so teuer wie das ganze Jahr nicht. Der Preis steig im Vergleich zur Vorwoche um rund 3 Cent. «Angesichts der gut gefüllten Rohöllager weltweit ist aber unklar, ob die Preisentwicklung weiter in die Höhe geht, oder dreht», sagte EID-Chefredakteur Rainer Wiek am Freitag der Nachrichtenagentur AP.

Hausbesitzer können gelassen bleiben

Die deutschen Hausbesitzer können die Entwicklung der Ölpreise im Großen und Ganzen sowieso zurückgelehnt abwarten: Viele haben ihre Tanks zu Jahresbeginn gefüllt, als Heizöl billig war: Im März kostete der Liter 47,5 Cent. «Viele haben ihre Tanks damals aufgefüllt», sagte Wiek. Ein voller Öltank hält in der Regel ein Jahr oder länger vor. Benzin und Diesel wurden auch teurer: Der EID ermittelte 1,34 Euro für den Liter Superbenzin und 1,14 Euro für Diesel.

Der Ölpreis blieb unterdessen im Computerhandel der New Yorker Rohstoffbörse hoch: Mit 81,17 Dollar lag er weiter in der Nähe des Jahreshöchststandes. Im Dezember 2008 hatte Öl noch 32 Dollar gekostet. Als Ursache des Preisanstiegs gilt die Erholung der Weltwirtschaft. So legte etwa China im dritten Quartal Wirtschaftswachstum von 8,9 Prozent hin. Die Bank Barclays schreibt in einer Analyse, daher sei nun der Weg zu höheren Ölpreisen frei. Viele Beobachter gehen davon aus, dass zur Zeit noch nicht die reale Nachfrage den Ölpreis treibt, sondern die Investoren. (ap)

DerWesten



Kommentare
Aus dem Ressort
Automobilzulieferer TMD Friction verlagert Werk nach Essen
Industrie
Der Bremsbelägehersteller TMD Friction wird bis 2017 sein Werk in Leverkusen schließen. Gewinner dieser Entscheidung ist das Ruhrgebiet, denn TMD wird die Produktion an seinen bereits verhandenen Standort in Essen ansiedeln. Damit entstehen 570 neue Arbeitsplätze in der Revierstadt.
EU-Kommission hält Beihilfen für Nürburgring für unzulässig
Insolvenz
Brüssel stuft staatliche Subventionen für den Nürburgring und den Flughafen Zweibrücken als ungerechtfertigt ein. Fast eine halbe Milliarde Euro war in die insolvente Rennstrecke geflossen. Für den Verkauf gibt die EU-Kommission aber grünes Licht - ebenso wie für die Beihilfen für den Airport Hahn.
Ehefrau entlastet Middelhoff - "Er hat immer gearbeitet"
Untreueprozess
Cornelie Middelhoff hat ihrem Ehemann vor dem Landgericht Essen den Rücken gestärkt. Flüge per Hubschrauber nach Essen und mit dem Privatjet nach St. Tropez des Ex-Karstadt-Chefs seien auch beruflicher Natur gewesen. "Die Herren haben immer über Geschäftliches geredet."
Verbraucher wählen Alete-Trinkmahlzeit zur größten Werbelüge
Goldener Windbeutel
Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé bekommt in diesem Jahr den Schmäh-Preis "Goldener Windbeutel" der Verbraucherschutz-Organisation Foodwatch. Seine Alete-Trinkmahlzeiten für Kinder wurden von Verbrauchern zur größten Werbelüge des Jahres gewählt. Auf Platz 2: Hühnersuppe ohne Huhn.
Post will Briefporto im nächsten Jahr auf 62 Cent erhöhen
Preiserhöhung
Die Deutsche Post dreht erneut an der Preisschraube: Standardbriefe sollen kommendes Jahr 62 Cent kosten, nur ein Jahr nach der vorherigen Preiserhöhung. Auch Sendungen ins Ausland sollen teurer werden. Den Aufschlag muss sich der Ex-Monopolist wegen seiner Marktmacht aber noch genehmigen lassen.
Umfrage
Fastfood-Ketten wollen den Mindestlohn aushebeln - verstehen Sie die Empörung der Angestellten?

Fastfood-Ketten wollen den Mindestlohn aushebeln - verstehen Sie die Empörung der Angestellten?