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Gema schaltet nach erneuten Hacker-Attacken das BKA ein

15.06.2012 | 11:03 Uhr
Gema schaltet nach erneuten Hacker-Attacken das BKA ein
Nach Durchsuchungen bei Anonymous war die Gema-Seite nicht zu erreichen

München.  Nach neuerlichen Attacken auf ihre Internetseite in der Nacht hat die Gema am Freitag wieder das Bundeskriminalamt eingeschaltet. "Wir haben deshalb eine neue Strafanzeige gestellt und die Daten der Angreifer an das BKA weitergeleitet", sagte eine GemaSprecherin. Anonymous feiert unterdessen.

Das Hacker-Kollektiv Anonymous lässt sich offensichtlich von den Ermittlungen des Bundeskriminalamtes (BKA) nicht abschrecken und setzt seinen Kampf gegen die Gema fort. In der Nacht zu Freitag stand die Internetseite der Musikrechtegesellschaft stundenlang unter Beschuss, wie Gema-Sprecherin Ursula Goebel auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd in München bestätigte: "Wir haben deshalb eine neue Strafanzeige gestellt und die Daten der Angreifer an das BKA weitergeleitet." Anonymous feierte sich unterdessen selbst.

Am Dienstag und Mittwoch hatte das Bundeskriminalamt Wohnungen von 106 Beschuldigten durchsuchen lassen. Sie stehen unter Verdacht, im Dezember des vergangenen Jahres die Gema-Seite attackiert zu haben. Die Gema hatte auch damals schon die IP-Adressen der Angreifer an die Ermittler weitergeleitet, die damit einige aufspüren konnte. Die Beamten beschlagnahmten bei ihren Durchsuchungen Mitte dieser Woche etliche Computer und internetfähige Handys, sogenannte Smartphones.

Digitale Sitzblockade statt Einstieg ins System

Gema-Sprecherin Goebel sagte dapd, die neuen Angriffe ähnelten denen von damals sehr. Erneut sei über längere Zeit eine Flut von Anfragen auf die Server der Gema registriert worden. Bei solchen sogenannten DDoS-Attacken steigen Aktivisten allerdings nicht wirklich in die Systeme ein. Der Angriff gleicht eher einer digitalen Sitzblockade.

Die Aktivisten haben die Gema bereits seit Jahren im Visier. Sie stören sich daran, dass die Gesellschaft Videos etwa bei Youtube sperren lässt, um die Urheberrechte der Künstler zu schützen. Die Bewegung Anonymous kämpft gegen Zensur und für ein freies Internet.

 "Gema nach Hause"

Parallel zur erneuten Attacke auf die Verwertungsgesellschaft veröffentlichten Aktivisten in der Nacht zu Freitag in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter Botschaften wie "Gema nach Hause" und "gema.de kann in Ihrem Land nicht angezeigt werden, dass BKA hat die erforderlichen Geräte nicht beschlagnahmt".

Offen blieb unterdessen, ob die jüngsten Durchsuchungen aktive Aktivisten von Anonymous traf oder Helfer, die den Internetauftritt der Gema nur versehentlich lahmlegten - indem sie auf manipulierte Links geklickt haben, die Anfragen auf gema.de auslösten. Damals war die Seite der Gema zwar unter Beschuss, blieb aber stets verfügbar. Die neue Attacke traf die Computersysteme der Gema damit schwerer. (dapd)



Kommentare
18.06.2012
15:13
Gema schaltet nach erneuten Hacker-Attacken das BKA ein
von HellsAngels | #10

Na endlich wurde auch zeit, das die Gemaseite Offline geht.
Surft da jemand überhaupt auf der Seite?
Das kann ich mir nämlich nicht vorstellen.

17.06.2012
13:34
Gema schaltet nach erneuten Hacker-Attacken das BKA ein
von creck | #9

Polizei, Justiz und Politik sind nur noch Vasallen unternehmerischer Interessen.
Armes Deutschland!

16.06.2012
13:59
richtig so!
von HansiwurstI | #8

die GEMA hats einfach nicht besser verdient.

16.06.2012
12:54
Gema schaltet nach erneuten Hacker-Attacken das BKA ein
von Biker72 | #7

Die "Anonymus" Gruppe hackt dort, wo Menschenrechte und Demokratie und Geldwahn agieren. GEMA war weder die erste noch die letzte Station solcher Attacken. Die machen garantiert weiter, auch woanders.

1 Antwort
Gema schaltet nach erneuten Hacker-Attacken das BKA ein
von Biker72 | #7-1

Berichtigung: wo der Geldwahn agiert, Menschenrechte und Demokratie untergraben werden. So sollte das inhaltlich lauten.

16.06.2012
09:27
Gema schaltet nach erneuten Hacker-Attacken das BKA ein
von Fernglas | #6

Ich lach mit schlapp. Wie amrselig dieser Verein GEMA doch ist.

15.06.2012
15:54
Das BKA sollte Besseres zu tun haben,
von vantast | #5

als solchen albernen Sachen nachzugehen, z.B. Mädchenhändler fangen, Bahnhöfe auf Schläger überwachen. Es gäbe so viel zu tun, z.B. wundere ich mich seit langem, warum hier in D. kein Mafioso verhaftet wird, gibt es hier keine mehr? Oder ist der/die JustizministerIn dagegen?

15.06.2012
14:49
Gema schaltet nach erneuten Hacker-Attacken das BKA ein
von ulrics | #4

Wie in dem Artikel erwähnt handelt es sich wohl eher um eine Onlinedemonstration gegen die GEMA in Form einer digitalen Sitzblockade. Ein Strafanzeige wegen der Ausübung des Demonstrationsrechts? Ist das überhaupt statthaft?

Nach dem Grundgesetz muss eine Onlinedemo nicht einmal angemeldet werden.

Art 8
(1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
(2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden.

Nur unter freien Himmel kann eine Einschränkung stattfinden.

15.06.2012
12:56
Gema schaltet nach erneuten Hacker-Attacken das BKA ein
von mvince | #3

Bravo, attakieren bis die GEMA knallt.

15.06.2012
12:46
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

15.06.2012
11:21
Gema schaltet nach erneuten Hacker-Attacken das BKA ein
von virt77 | #1

Die GEMA gehört abgeschafft !!!!

1 Antwort
Gema schaltet nach erneuten Hacker-Attacken das BKA ein
von MisterStringer | #1-1

Ich plädiere dafür, Internetnutzer abzuschaffen, die unter dem Deckmantel "Keine Zensur" fordern, alles im Netz kostenfrei erhalten zu können.

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