Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Günstige Preise

Die besten Schnäppchen für 2013

28.12.2012 | 11:38 Uhr

Essen.   Wer vorausschauend einkauft, kann sich günstige Preise sichern. Winterjacken sind im Januar fast immer günstiger als im Oktober. Im September lohnt ein Besuch im Baumarkt. Und die Preise für Unterhaltungselektronik sinken in der Regel im Dezember deutlich.

Auch Preise kennen Jahreszeiten. So ist die dicke Winterjacke im Januar fast immer günstiger als im Oktober. T-Shirts bekommt man im Winter oft billiger. Clevere Verbraucher wissen das aus Erfahrung. Und der Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts bestätigt es. Über das ganze Jahr hinweg können preisbewusste Verbraucher Produkte einkaufen, die in manchen Monaten günstiger sind als in der übrigen Zeit des Jahres. Der „ewige Sparkalender“ gilt dabei für weitaus mehr Produkte als typische Saisonwaren. So lassen die Zahlenreihen der Wiesbadener Statistiker interessante Rückschlüsse für Sparfüchse zu.

Im Januar beispielsweise können Verbraucher traditionell günstige Restbestände von Krawatten und Sekt ergattern. Die sind Weihnachten nicht weggegangen und deshalb zum Jahresanfang besonders preiswert. Auch Schränke und Couchgarnituren sind nach dem Jahreswechsel billiger, weil viele Möbelhäuser ihre Preise senken. Im Februar sollten Weinliebhaber ihre Regale auffüllen. Denn ab März bringen viele Weingüter ihre neuen Jahrgänge auf den Markt. Altbestände werden günstig abverkauft, erläutert das Deutsche Weininstitut. Gartenmöbel, Heckenscheren und Fahrräder sind billig zu erstehen, bevor die ersten Sonnenstrahlen die Preise in die Höhe treiben. Sommerurlauber schlagen bis spätestens März zu, denn jetzt laufen die Frühbucherrabatte aus. Auch für DVDs und Wintersportartikel ist der Frühlingsanfang traditionell eine gute Zeit.

Der April ist der Kaffeemonat

Der April ist der Kaffeemonat. Südlich des Äquators beginnt die Kaffeeernte, die Lager werden gefüllt, die Preise gehen in den Keller. Auch Kaffeemaschinen sind jetzt billiger. Im Mai kommen Leseratten auf ihre Kosten: Verlage bringen günstige Taschenbuchausgaben neuer Titel auf den Markt. Paradox: Ausgerechnet in der Juni-Sonne schmelzen die Preise für Campingbedarf und Grills dahin. Im Juli sorgt dann der heimische Erntekalender für Tiefpreise bei Kopfsalat und Gurken. Modeläden fangen mit dem Ausverkauf ihrer Sommerware an. Wer beim Grillen bisher zu kurz gekommen ist, schlägt im August zu. Der Bratwurstpreis-Index fällt auf seinen absoluten Tiefpunkt. Auch Bananen und Tomaten sind günstig wie nie.

Konsum
Nach dem Fest regiert im Einzelhandel der Rotstift

Gerade einmal zwei Tage herrschte auch in den Innenstädten und Einkaufscentern Friede. Am Donnerstag setzte der Sturm auf die Läden wieder ein. Trotz der wachsenden Online-Konkurrenz dauert das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel inzwischen bis in den Januar hinein.

Pünktlich zum Schulstart unterbieten sich Einzelhändler bei Schreibwaren. Wenn sich der Sommer im September seinem Ende neigt, lohnt ein Besuch im Baumarkt. Gartenmöbel und Rasenmäher gibt es im Herbst zu Einstiegskursen. Topfpflanzen, Blumen und Trauben sind ebenfalls billiger. Vor der Heiratssaison in Indien soll traditionell auch Goldschmuck günstiger sein - die Gold-Hausse der letzten Jahre aber hat die alte Börsenregel zuletzt kräftig entwertet.

Die Preise für Elektronik purzeln

Allemal verlässlicher: Ab Oktober locken Reiseveranstalter mit hohen Frühbucherrabatten für den kommenden Sommer. Die Frühbucherangebote für den Winterurlaub laufen jetzt indes aus.

Neuer Kalender für 2014? Den gibt es im November noch etwas günstiger als im Dezember. Beim Kochen setzten Centfuchser - und Umweltbewusste jetzt auf heimisches Wintergemüse wie Möhren und Kartoffeln.

Im Dezember schließlich purzelten in den vergangenen Jahren stets die Preise für Elektronikprodukte. „Das ist wegen der schnellen Produktzyklen heute aber vorbei“, heißt es beim Bundesverband Technik des Einzelhandels. „Fernseher, Smartphones und Co. sind morgen immer billiger als heute.“

Peter Hahne



Kommentare
30.12.2012
17:58
SALE! Können die deutschen Unternehmen nicht mehr deutsch schreiben?
von Gegen-Verbote | #1

Gehts auch in Deutsch?

Wir leben hier in Deutschland und unsere Sprache ist Deutsch. Ich finde diese englischen Begriffe einfach schrecklich.


Aus dem Ressort
Duisburger DPD-Betriebsrat für tapferen Kampf ausgezeichnet
Mitbestimmung
Wochenlang hielten Mitarbeiter von DPD in Duisburg 2009 eine Mahnwache ab. Sie protestierten damit gegen ihre Ausgliederung in eine Firma, die nicht mehr nach Tarif zahlte. Die Ausgliederung wurde später wieder rückgängig gemacht. Nicht nur dafür erhielt der Betriebsrat jetzt mehrere Auszeichnungen.
Alle vier Essener Burger-King-Filalen sind geschlossen
Fast Food
Die Burger King-Restaurants an der Gladbecker, Kettwiger, Aktien- und Hans Böckler-Straße sind seit Sonntag dicht. Verdutzte Kunden stehen vor verschlossenen Türen. Ein Aushang des Betreibers, dem am Dienstag der Vertrag gekündigt worden war, versucht sich etwas unbeholfen in Optimismus.
Verband sieht Bäckereie durch Mindestlohn gefährdet
Handel
Steigende Preise und Schließungen von Bäckereien: Der vom kommenden Jahr an geltende Mindestlohn von 8,50 Euro macht dem deutschen Bäckerhandwerk nach eigenen Angaben schwer zu schaffen.
Im Ruhrgebiet verfallen die Immobilienpreise
Immobilien
Eine Studie des Onlinedienstes Immowelt zeigt: Das Ruhrgebiet hinkt dem großen Immobilienrausch in Deutschland hinterher, im Durchschnitt verlieren sie in Städten wie Dortmund und Essen sogar an Wert. Doch das muss nicht automatisch ein Nachteil sein.
EVG-Streik könnte kompletten Bahnverkehr lahmlegen
Zugverkehr
Bei der Bahn sind zwar weitere Treffen der Tarifparteien vereinbart. Die Verhandlungen aber bleiben schwierig. Die Gewerkschaft EVG droht nun erneut mit Streiks. Das könne auch parallel zu Lokführerstreiks der GDL passieren.
Umfrage
Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

 
Fotos und Videos