Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Tim Cook

Apple-Chef kassiert trotz Gehaltserhöhung weniger als 2011

28.12.2012 | 09:16 Uhr
Im vergangenen Jahr gab es noch ein großes Aktienpaket, 2012 muss sich Tim Cook mit 4,17 Millionen Dollar begnügen. Foto: ap

New York.   Ein Antrittsgeschenk kann es nur einmal geben: Zwar bekam Apple-Chef Cook eine Gehaltserhöhung und kam insgesamt auf 4,2 Millionen Dollar. Im Vorjahr aber gab es eine ganz andere Summe – das Aktiengeschenk von über 375 Millionen Dollar wird aber erst in Jahren fällig.

Das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte hat sich für Apple-Chef Tim Cook bezahlt gemacht: Er kam im vergangenen Jahr auf ein Einkommen von rund 4,17 Millionen Dollar. Das geht aus einer Apple-Pflichtmitteilung von Donnerstag hervor. Cook erhielt demnach ein Jahresgehalt von rund 1,36 Millionen Dollar sowie eine Prämie von etwa 2,8 Millionen Dollar. Im vergangenen Jahr hatte der 52-Jährige ein Grundgehalt von gut 900 000 Dollar und weitere 900 000 Dollar als Prämie bekommen.

Allerdings hatte Cook zu seinem Amtsantritt auch ein riesiges Aktiengeschenk erhalten, was ihm für 2011 zumindest auf dem Papier ein sagenhaftes Einkommen bescherte - knapp 378 Millionen Dollar zum damaligen Wert. Davon machten 376,2 Millionen Dollar die Option auf eine Million Aktien aus. Cook soll davon jeweils die Hälfte jedoch erst 2016 und 2021 bekommen.

Diesmal gab es für Cook keine weiteren Aktien mehr. Wohl aber für Finanzchef Peter Oppenheimer, der zusätzlich zum Einkommen von 2,4 Millionen Dollar noch Aktienoptionen im aktuellen Wert von 66,2 Millionen Dollar bekam.

Cook liegt gut in der Rangliste

Auch mit seinem diesjährigen Einkommen liegt Cook gut in der Rangliste der Chefs großer Technologie-Konzerne. So kam Microsoft-Chef Steve Ballmer auf 1,37 Millionen Dollar statt der maximal möglichen 2,055 Millionen, nachdem der Verwaltungsrat den Bonus nicht voll ausgeschöpft hatte. Amazon-Gründer Jeff Bezos bekam im vergangenen Jahr sogar nur ein Chef-Gehalt von knapp 82.000 Dollar.

Die reichsten Menschen

Cooks Vorgänger auf dem Chefposten, der vor gut einem Jahr verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs, arbeitete seit seiner Rückkehr zum Konzern 1997 für das symbolische Gehalt von einem Dollar. Zu diesem Zeitpunkt hatte ihn der Börsengang seines Animationsstudios Pixar aber auch schon zu einem schwerreichen Mann gemacht.

Apple hatte in dem Ende September beendeten vergangenen Geschäftsjahr den Gewinn um satte 61 Prozent auf 41,73 Milliarden Dollar gesteigert, vor allem das iPhone spülte Milliarden in die Kasse. (dpa)



Kommentare
28.12.2012
20:47
Apple-Chef kassiert trotz Gehaltserhöhung weniger als 2011
von mc3hammer | #1

Aha. Er kriegt eine Gehaltserhöhung, kassiert aber weniger als 2011. Können wir uns darauf einigen, dass solch eine Überschrift zumindest irreführend ist? Und das ist jetzt noch sehr, sehr freundlich formuliert.

Aus dem Ressort
Wie das iPhone zur digitalen Geldbörse werden könnte
iPhone
Über das digitale Portemonnaie im Smartphone wird schon seit Jahren gesprochen. Kreditkarten-Firmen, Mobilfunk-Anbieter und der Internet-Riese Google schafften es bisher aber nicht, die Verbraucher zu begeistern. Die Hoffnungen liegen nun - wieder einmal - auf Apple.
Preissenkung: Butter wird schon wieder billiger
Lebensmittel
Discounter und Supermärkte senken die Preise für Butter. Bei Aldi sind es jetzt nur noch 85 statt 99 Cent pro 250-Gramm-Packung. Der Essener Discounter hat die Preissenkung am Montag ausgelöst. Mit seinen Rotstift-Aktionen setzt er andere Lebensmittelhändler immer stärker unter Druck.
Motorradhersteller Horex gibt auf und meldet Insolvenz an
Insolvenz
Im Wirtschaftswunder war Horex ein großer Name unter den deutschen Motorradherstellern. Nach der Schließung 1960 wagte Horex 2010 den Neuanfang. Jetzt gab der Hersteller die Versuche auf, die Marke wieder zu beleben und meldete Insolvenz an.
Wie das iPhone zur digitalen Geldbörse werden könnte
iPhone
Über das digitale Portemonnaie im Smartphone wird schon seit Jahren gesprochen. Kreditkarten-Firmen, Mobilfunk-Anbieter und der Internet-Riese Google schafften es bisher aber nicht, die Verbraucher zu begeistern. Die Hoffnungen liegen nun - wieder einmal - auf Apple.
Noch einmal 14 Cent: Butter wird schon wieder billiger
Lebensmittel
Discounter und Supermärkte senken die Preise für Butter. Bei Aldi sind es jetzt nur noch 85 statt 99 Cent pro 250-Gramm-Packung. Der Essener Discounter hat die Preissenkung am Montag ausgelöst. Mit seinen Rotstift-Aktionen setzt er andere Lebensmittelhändler immer stärker unter Druck.
Umfrage
Die Lokführer der Deutschen Bahn streiken. Es geht um Lohnerhöhung und kürzere Arbeitszeit. Haben Sie Verständnis?

Die Lokführer der Deutschen Bahn streiken. Es geht um Lohnerhöhung und kürzere Arbeitszeit. Haben Sie Verständnis?