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Amazon darf E-Books vorerst billiger verkaufen als Apple

13.12.2012 | 16:03 Uhr
Amazon darf E-Books vorerst billiger verkaufen als Apple
Amazon darf elektronische Bücher, zum Beispiel für seinen E-Book-Reader Kindle Fire wie hier im Bild, zwei Jahre lang billiger verkaufen als Apple.Foto: dapd

Brüssel.  Apple darf die Preise für elektronische Bücher nicht länger monopolisieren. Mit diesem Beschluss hat die EU-Kommission ihr Kartellverfahren beendet. Geklagt hatte der Online-Händler Amazon. Er sowie andere E-Book-Händler dürfen nun zwei Jahre lang E-Books billiger anbieten als der iPhone-Hersteller.

Der Online-Händler Amazon hat sich im Streit um Preisabsprachen bei elektronischen Büchern gegen Apple durchgesetzt. Die EU-Kommission akzeptierte Zugeständnisse von Apple sowie vier Verlegern und stellte ihr Kartellverfahren nach rund einem Jahr am Donnerstag ein.

Die Einigung gestattet es Amazon und anderen E-Book-Händlern für die nächsten zwei Jahre, ihre elektronischen Bücher billiger anzubieten als der iPhone- und iPad-Hersteller Apple. Zu den Unternehmen, die den Beschwerden von Amazon entgegenkommen gehört auch die Tochter Macmillan des deutschen Holtzbrinck-Verlags.

Daneben hatte Apple mit den Verlagen Simon & Schuster, HarperCollins von News Corp, Hachette Livre von Lagardere und Penguin von Pearson einen E-Book-Verkauf über seinen Internet-Shop iTunes zum Festpreis vereinbart. Apple erhält davon 30 Prozent. Teil der Vereinbarung war, dass andere Händler wie Amazon diese Preise nicht unterschreiten durften.

E-Books sind bislang noch keine Konkurrenz für das klassische Buch

Als einziges der fünf Verlagshäuser schloss sich Penguin dem Kompromiss nicht an – Penguin soll mit der Bertelsmann-Tochter Random House zum weltgrößten Verlag fusionieren. In einem vergleichbaren Verfahren hatten HarperCollins, Simon & Schuster und Hachette mit den US-Behörden eine Einigung erzielt.

Der Anteil von E-Books am gesamten Büchermarkt ist in den meisten Ländern vernachlässigbar gering. In den USA dagegen beläuft er sich nach Berechnungen von UBS-Analysten auf 30 Prozent, in Großbritannien auf 20 Prozent. (reuters)

Kommentare
13.12.2012
16:40
Amazon darf E-Books vorerst biliger verkaufen als Apple
von Dr.Seltsam | #1

Davon hat aber der deutsche Kunde nichts.
Hier gilt schließlich die Buchpreisbindung, auch für Ebooks

Übrigens ganz interessant, denn für den Fiskus sind es keine Bücher, sondern Software.
Deshalb wird für Ebooks auch der volle Mehrwertsteuersatz fällig.

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2012-12-13 16:03
Amazon, Apple, iPhone, iPad, E-Book, Macmilan, Holtzbrinck, Penguin, iTunes, Random House,
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