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Feuerwehr-Übung: Hohenstein als Sperrgebiet

11.05.2011 | 15:58 Uhr
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Feuerwehr-Übung: Hohenstein als Sperrgebiet
Markus Hoberg (r.) soll dann den Anzug an seiner Innenseite entgegennehmen.

Witten. Feuerwehrfahrzeuge parken am Hohenstein, der Spielplatz am Hammerteich ist mit rotem Flatterband abgesperrt, am Rand eine blaue Tonne: Es ist eine Szene wie aus einem Katastrophenfilm, die verdutzte Fußgänger am Dienstagmorgen am Fuße des Hohensteins beobachten.

Was wie ein gefährlicher Einsatz aussieht, entpuppt sich als Übung der Wittener Feuerwehr. An diesem Tag ein Chemieunfall simuliert.

In der blauen 200-Liter-Tonne, die hinter dem Absperrband abgestellt wurde, sollen vier Feuerwehrleute in Spezialanzügen ausmachen, was sich im Innern befindet. Am Rande, da wo sonst Kinder toben und jetzt ein Fahrzeug mit Schutzanzügen, Pumpen und Schläuchen steht, zieht das erste Einsatz-Duo die Anzüge an. Überall laufen Männer mit Helm und Sprechfunk herum. Hektik. Jetzt ist Thorsten Schanze gefragt.

Schanze ist der Einsatzleiter, mit seinem Walky-Talky funkt er seine Kollegen im Einsatzleitwagen (ELW) an, der auf dem Parkplatz am Hammerteich steht. „Die Jungs gehen gerade zum Einsatzort“, tönt es beim ELW-Team aus den Mikrofonen. „Jetzt wird’s ernst.“ Mit den Jungs meint Schanze die Oberbrandmeister Werner Strehlau und Siegbert Bölter. Für sie geht es jetzt im Dekontaminationsanzug in den „Gefahrenbereich“.

Langsam tasten sich die beiden Richtung blaue Tonne, überprüfen den Stoff, der sich im Ernstfall wirklich in den Behälter befinden könnte. Bei der Übung ist lediglich Wasser drin. Einsatzleiter Thorsten Schanze muss in der Zwischenzeit weiter seine Leute dirigieren. „Steht das Dekontaminationszelt?“, fragt er seinen Kollegen Frank Huget. Der funkt zurück: „Alles klar.“ Huget und Kollege Markus Hoberg haben das rote Zelt, in dem sich die Männer in den Spezialanzügen säubern können, mit Pressluft aufgepumpt.

Hektik am Einsatzleitwagen. Hermann Karschnia, der den Plan mit dem Einsatzgebiet vor sich hat, muss Ruhe bewahren. Bei ihm laufen alle Informationen zusammen. „Es ist Ammoniak-Lösung“, hört man die Stimme von Werner Strehlen durchs Mikro. „Jetzt Trupp zwei“, kommt die Aufforderung vom ELW. Gemeint sind Ingo Wehring und Rainer Blumstein. Wenn sie ausrücken, wird es ernst.

Während Trupp eins durchs Reinigungs-Zelt geht und am anderen Ende von Frank Huget und Markus Hoberg vom Anzug befreit werden, müssen Blumstein und Wehring das Fass sichern. Vorsichtig stülpen sie einen größeren Behälter über. „Guter Job“, lobt Einsatzleiter Schanze. Die Säure ist gesichert. Die Kinder können wieder auf dem Spielplatz toben.

Dennis Sohner

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