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Winter in Witten

Eis, Eis, Baby

02.01.2009 | 18:25 Uhr
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Hammerteich und Ruhrarm sind zugefroren - das lockt Schlittschuhfahrer und Schlitterer an. Die Feuerwehr warnt: Noch sind die Flächen nicht freigegeben. Passiert ist bisher zum Glück noch nichts.

Grau ist es. Verhangen. Fernsicht tendiert gegen null. Und trotzdem: Bei Frida (4), Luca (8), Simone und Jönne Emde ist die Stimmung durchaus heiter. Dicke Jacken, warme Hosen, Handschuhe, Mützen und – am allerwichtigsten – Schlittschuhe sorgen dafür, dass sie die Sonne nicht vermissen.

Spaß auf dem zugefrorenen Ruhrarm an der Kemnade haben Simone, Frida (4) und Luca (8) Emde. Foto: WAZ, Werner Liesenhoff

Auf dem toten Ruhrarm nahe der Wasserburg Kemnade haben die Schlittschuhläufer die Saison eröffnet. Das Eis scheint dick genug zu sein. „Wir haben von Bekannten davon erfahren”, erzählt Simone Emde. Sie ist begeistert vom eisigen Vergnügen. „Ich glaube, wir gehen gleich noch los und kaufen Schlittschuhe – diese hier sind nur geliehen”.

Aber alles bleibt ruhig. Frida setzt sich auf ihren Schlitten und lässt sich vergnügt von Mutter Simone Emde über die starre Ruhr ziehen. Schwester Luca steht zum ersten Mal auf Kufen – und legt schon ein beachtliches Tempo vor. „Ich konnte das ja noch gar nicht, aber es hat sofort funktioniert”, erzählt sie strahlend. Na ja, so schnell wie die beiden Jungs mit den Eishockeyschuhen, die auf der langen Eisstrecke richtig Fahrt aufnehmen, ist sie noch nicht. Aber trotzdem schon ganz gut,

Krack! Ein durchdringendes Knacken breitet sich auf einmal unter den Füßen aus. Die Eisdecke vibriert leicht. Der Puls steigt. Nichts passiert. Doch trotzdem wird klar: So richtig sicher ist es hier wohl noch nicht. Ein Schild, das die Freigabe der Eisfläche bestätigt, sucht man an der Ruhr vergebens. Und auch auf dem zugefrorenen Hammerteich schlittern und skaten Erwachsene und Kinder ohne behördliche Erlaubnis.

Mario Rosenkranz, Einsatzleiter der Wittener Feuerwehr, denkt mit Unbehagen an die Menschen, die sich zurzeit auf dem gefrorenen Wasser vergnügen – auch, wenn es für ihn und seine Leute in diesem Winter noch keinen Einsatz auf dem Eis gab. „Grundsätzlich sollte man Eis nicht betreten, solange da kein Schild steht, dass die Fläche freigegeben ist”, sagt er. Solche Schilder werden erst aufgestellt, wenn das Eis dick genug ist, und die Stadt grünes Licht gibt. Besonders gefährlich, so Rosenkranz, sei es dort, wo das Wasser nicht wirklich stehe, wie zum Beispiel am Hammerteich. Durch den Zu- und Abfluss sei das Wasser immer ein bisschen in Bewegung, so dass sich keine einheitlich dicke Eisfläche bilden könne.

Nina Estermann

Kommentare
04.01.2009
22:33
Eis, Eis, Baby
von Pikus | #1

Ich finde sowas unverantwortlich.Und die Erwachsenen machen es schön vor...super.
Aber wenn was passiert,ist das Geschrei gross.

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