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Projekt der Caritas

"Urlaub ohne Koffer" soll aus der Isolation helfen

10.03.2010 | 17:59 Uhr

Allagen. Georg Karbowski, Mitarbeiter der Kreis-Caritas, informierte die Verantwortlichen der Caritas-Konferenz Allagen/Niederbergheim im Pfarrheim in Allagen über Erfahrungen rund um das Projekt „Urlaub ohne Koffer”.

Er erläuterte die Durchführung des Projektes, das schon in einigen Nachbargemeinden mit großem Erfolg durchgeführt wird. „Zunächst”, so Georg Karbowski, „ sind im Vorfeld einige Entscheidungen zu treffen.”

Welcher Bereich soll angesprochen werden? Wie viele Teilnehmer können mitmachen? Welche Gebühren müssen erhoben werden? Was ist überhaupt der „Urlaub ohne Koffer?”

Das Projekt richtet sich an Menschen, die alleine und isoliert leben. Menschen, die ihre Wohnung nicht mehr verlassen und sich aus dem aktiven Leben zurückgezogen haben. An fünf „Urlaubstagen” kommen die Teilnehmer ins Pfarrheim nach Allagen.

Nach dem Frühstück wird den Teilnehmern ein abwechslungsreiches Programm geboten. Vorschläge wie Besuche örtlicher Einrichtungen, Vorträge, eine Fahrt durch den Pastoralverbund werden von dem Organisatoren-Team noch geprüft und es wird ein Programm erarbeitet.

Nach dem Mittagessen wird geruht, hierfür stehen den Teilnehmern bequeme Liegen zur Verfügung. Der Nachmittag wird wieder mit Programmpunkten gefüllt sein. Alle anfallenden Arbeiten rund um das Projekt werden von ehrenamtlichen Helfern geleistet. Sechs bis acht Personen sind hierfür täglich vorgesehen. Schwierig könnte es werden, so die Meinung der Organisatoren, Teilnehmer für den „Urlaub” zu finden. Hier baut das Team auf die Hilfe von Pastor Ernst Müller, der große Zustimmung zu dem Projekt signalisierte.

Dorothee Schulte, die erste Vorsitzende der Caritas-Konferenz Allagen/Niederbergheim, verständigte sich mit dem Organisatoren-Team — den Vorsitz hier hat Rita Arens — darauf, dass in diesem Jahr das Projekt mit einer kleinen Gruppe von 15 Teilnehmern starten wird. „Steigern können wir uns immer noch, wenn der Bedarf da ist.”

Zunächst werden die Mitarbeiter der Caritas-Konferenz Bewohner aus Allagen und Niederbergheim ansprechen, um ihr Projekt vielleicht schon im nächsten Jahr auf den Pastoralverbund auszuweiten. Die Kosten, die den Teilnehmern entstehen, entsprechen in etwa den Kosten, die auch privat in einer Woche anfallen würden. Der erste „Urlaub ohne Koffer” findet in der Woche vom 28. Juni bis 2. Juli 2010 statt.

Dorothee Schulte schloss das Vorbereitungstreffen mit den Worten: „Wir haben die einmalige Chance, isolierte Menschen aus ihrer Einsamkeit zu holen und ihnen zumindest für eine kurze Zeit eine große Freude zu bereiten.”

Elke Köhler

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