Nass aus dem Hillenberg war plötzlich milchig
14.12.2009 | 15:20 Uhr 2009-12-14T15:20:00+0100Warstein. Glasklar ist das Warsteiner Wasser aus der Hillenbergquelle — normalerweise. In der vergangenen Woche war das Nass jedoch plötzlich „milchig”.
„Die Trübung war sehr gut wahrnehmbar”, so Stadtwerke-Chef Dr. Eckehard Büscher gegenüber unserer Zeitung — aber trotzdem so gering, dass die Verunreinigung durch die Messgeräte kaum wahrnehmbar war; außerdem sorgte die nachgelagerte Filterung dafür, dass bei den Kunden auch weiterhin klares Wasser ankam: „Der Kunde hat nichts davon gemerkt!”
Auch wenn sich die Trinkwasserkunden keine Sorge machen müssen, ist Dr. Büscher dennoch vorsichtig: „Das war noch nie”. An sich seien Trübungen im Wasser nichts ungewöhnliches — zuletzt seien sie etwa beim Bullerteich nach dem Hochwasser 2007 bemerkt worden. Für die Hillenbergquelle sind derartige Trübungen jedoch bislang nicht bekannt. Um so interessanter ist es für die Verantwortlichen nun, herauszufinden, woher die Stoffe kommen. Schließlich haben viele Warsteiner die Sorge, dass durch die Steinindustrie die Wasserversorgung in Gefahr geraten könnte.
Sicherheitshalber wurde sofort auf die Wasserentnahme aus dem Bullerteich umgeschaltet, mit der Prüfung des Hillenberg-Wassers begonnen. „Bakteriologisch kein Problem”, konnte schnell Entwarnung gegeben werden.
Ergebnisse der alle drei Stunden stattfindenden Messungen sollen Ende der Woche vorliegen; danach auch die der chemisch-analytischen Untersuchung. Dr. Büscher lobt die Kooperation mit den Behören, um die Sache aufzuklären; die Firma Westkalk sagte am Freitag ihre geplante Sprengung ab — erst gestern wurde wieder gesprengt.
20:50
Ja wo kommt denn plötzlich die Verschmutzung her?? Von den Steinbrüchen doch bestimmt auf keinen Fall.
Traurig nur, dass sich hier so wenig Personen melden, die eine schärfere Kontrolle wünschen.