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Braternoster

Moderne Würstchen für feiernde Musik-Fans

07.05.2010 | 06:50 Uhr

Warstein/Schmallenberg. Es geht um die Wurst — und zwar nicht nur sprichwörtlich: Der 69-jährige Warsteiner Ernst Koers stellt einmal mehr seine Entwicklung „Braternoster” bei einem internationalen Event vor — und das mit einer innovativen Wurst.

Der Braternoster und Erfinder Ernst Koers.

Vom 20. bis 29. Mai findet in Lissabon die neuste Ausgabe „Rock in Rio” — eines der größten Musikfestivals der Welt — statt. Portugals Hauptstadt wird dann zum Mekka der Rock-Fans. Elton John, Rammstein und Shakira werden dort beispielsweise vertreten sein — und der „Braternoster” des Warsteiner Tüftlers. Und das gleich in zwei Ausgaben. Denn neben der bekannten und bewährten Version, die unter anderem bestens von der Warsteiner Montgolfiade bekannt ist, hat Koers eine Weiterentwicklung produziert.

Rundherum schön braun

In der ursprünglichen Version „fahren” die Würstchen in einem Korb an den Infrarotstrahlern vorbei und brutzeln so exakt nach Wunschgarung. In der neuen Version dreht sich jedes Würstchen eigenständig und wird dadurch rundherum schön braun.

Um die Koers'schen Entwicklungen war es etwas ruhiger geworden: Der Warsteiner, der seit einiger Zeit in Schmallenberg lebt, hatte die „Braternoster”-Lizenz verkauft. Doch „der Lizenznehmer hatte sie in die Schublade gesteckt”, ärgerte sich der Tüftler — und beendete die Lizenzgabe. Koers hat daraus gelernt: „Ich lasse mich nicht mehr über Exklusivverträge fesseln”.

Die „Braternoster”-Idee war also wieder beim Erfinder — und der auf der Suche nach Möglichkeiten, seine Maschine in Aktion zu präsentieren. So kam Koers in Kontakt mit Drei-Sterne-Köchen aus Wiesbaden, die ebenfalls in ihrem Gebiet ihrer Kreativität freien Lauf ließen. Man traf sich in der hessischen Landeshauptstadt — und Koers war vom Produkt der Kochlöffelexperten ebenso begeistert wie diese vom Sauerländer: Die Köche haben unter dem Namen „Die 11te Generation” eine neuartige Bratwurst entwickelt: Das Fleisch wird noch in der Warmphase verarbeitet, wird nur mit Kräutern und Gewürzen verfeinert. Koers begeistert: „Die schmecken wie der Teufel!”

Ideale Kombination

Wurst und „Braternoster” ergeben eine ideale Kombination — die in Lissabon vorgestellt werden soll. An fünf Tagen gibt's Rock und Pop bis zum Abwinken — und das macht natürlich hungrig. Die Köche erhoffen sich eine besondere Aufmerksamkeit für ihr Produkt durch die ungewöhnliche Zubereitung im „Braternoster”.

Koers freut sich besonders auf das Grillen in Portugals Hauptstadt mit den Koch-Experten. Der Sauerländer nutzt die Gelegenheit, seine Erfindung weiter zu promoten. Aus diesem Grund soll auch ein Film über die Aktivitäten in Portugal gedreht werden und nach der Rückkehr auf der neuen Homepage präsentiert werden.

Dass die „Braternoster”-Auftritte weit über die Grenzen des Sauerlandes hinaus positive Folgen haben, zeigt das Interesse von Firmen. So berichtet Koers aktuell von der Firma Küppersbusch, die sich für die Technik interessiert. Die Bratwürstchen werden sich also noch lange weiter drehen.

Manfred Böckmann

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