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Zu geringe Querneigung gemessen / Nachbesserung erforderlich

Kein „versteckter” Mangel: Gefahr von Aquaplaning auf Möhnestraße

10.12.2008 | 17:48 Uhr
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Viel zu viel Wasser kann sich auf der Möhnestraße sammeln. Ursache: Bauliche Mängel. Ferdi Kühle hat deutlich gemacht, das die nötige Neigung fehlt.

Sichtigvor. Nachdem bereits die Bordsteine im Kreisverkehr in Sichtigvor ausgetauscht werden mussten, sind nun weitere Nachbesserungen an der östlichen Zufahrt — Höhe Fußgängerüberweg zum Kloster — erforderlich. Ferdi Kühle hat die mangelhafte Bauausführung, die zu großflächiger Pfützenbildung auf der Möhnestraße führt, bereits zweimal ergebnislos im Bauausschuss der Stadt beanstandet.

Das eingefärbte Wasser zeigt, dass sich viel zu viel Flüssigkeit auf der Möhnestraße in Sichtigvor ansammelt.

Die mangelhafte Entwässerung betrifft nicht nur einen kleinen Bereich, vielmehr erstreckt sich dieser über die gesamte Breite des (nördlichen) Fahrstreifens auf einer Länge von rund 30 Metern. Wie Ferdi Kühle, der 30 Jahre bei Straßen NRW beschäftigt und dort für Bausüberwachung zuständig war, dazu ausführt, fordert die Richtlinie für den Ausbau von Landstraßen eine Mindestquerneigung von 2,5 Prozent. Erforderlich ist diese, um eine Verkehrsgefahr durch Aquaplaning zu vermeiden. Laut Kühle ergaben jedoch mehrere Messungen mit einer Wasserwaage eine Querneigung von null Prozent und eine Rinnentiefe von bis 10 Millimeter, gemessen auf eineinhalb Metern.

Kühle: „Hier stellt sich nun die Frage: War die Planung mangelhaft oder wurde nicht nach Plan gebaut?” Stellt sich heraus, dass die Baufirma geschludert hat, hätte die Bauaufsicht der Stadt rechtzeitig darauf hinweisen müssen. „Spätestens bei der Bauabnahme wäre dann die Firma noch verantwortlich gewesen”, so Kühle. Heute habe man keine Handhabe mehr gegen die Firma, weil sie nicht für einen „versteckten” Mangel in Regress genommen werden kann, „schließlich ist der Mangel mehr als offensichtlich”. Der 65-jährige Niederbergheimer hat dazu die Pfützen nach starken Regengüssen eingefärbt und das Ausmaß der mit Wasser gefüllten Spurrinnen dokumentiert.

Damit das Niederschlagswasser von der Straße auf möglichst kurzem Weg abfließen kann, muss nun der Fahrbahnrand mehr abgesenkt werden, was jedoch eine umfassende Baumaßnahme erfordert. „Nur mit einer Deckschichterneuerung sind diese Probleme nicht zu lösen”, macht Ferdi Kühle deutlich. Möglicherweise könnte für diese Kosten die kommunale Versicherung in Anspruch genommen werden.

Susanne Löbbert

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