"Geschenk des Himmels"
19.08.2007 | 13:36 Uhr 2007-08-19T13:36:11+0200Kneblinghausen. (ednn) "Sag' zum Abschied leise Servus" - so hätte es Revierförster Günter Stamm gerne gehabt. Aber so ganz ohne ein Dankeschön wollten ihn die Kneblinghauser nicht in den Ruhestand gehen lassen. Und so fand eine kleine Feie
Als Abschiedsgeschenk hatte Ortsvorsteher Friedhelm Thomas eine Bild-Kollage mit Stationen aus den vergangenen 20 Jahren mitgebracht. "Ein Super-Geschenk", freute sich Stamm und versprach, einen Ehrenplatz zu finden.
Stamm hatte vier Jahrzehnte sein eigenes Revier. Die Stelle sei "ein Geschenk des Himmels" gewesen; er ist bereits in dritter Generation Förster (und natürlich in einem Forsthaus geboren). Der Leiter der Forstbehörde, Schulte, wurde mit ihm binnen 30 Minuten einig; er sollte Fritz Herting helfen; und als dieser nach einem Jahr vorzeitig in Ruhestand gehen musste, hatte Stamm mit 22 Jahren sein eigenes Revier.
In seiner kleinen Rede erinnerte sich Stamm an die Entwicklung in den vergangenen vier Jahrzehnten, etwa an den "Pflanzgarten" oder den Einsatz von Chemie - heute undenkbar. "Ich hatte die Freiheit, meine waldbaulichen Ideen in die Tat umzusetzen", freut sich Stamm, so Ökologie und Ökonomie zu verbinden. "Kyrill hat weh getan", erinnert sich Stamm an den Januar 2007, auch wenn die Aufarbeitung inzwischen gut vorangekommen sei.
Und die Zukunft? Filmen, der Jagd nachgehen "und hier und da in Privatwäldern Rat und Tipps geben". Ganz ohne Wald geht es halt nicht.
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