Alles unter einem Dach
21.01.2010 | 16:35 Uhr 2010-01-21T16:35:23+0100
Kreis Soest. Für knapp 18 Millionen Euro entsteht am Senator-Schwartz-Ring das neue Rettungszentrum für den Kreis Soest. Die Fertigstellung ist bereits für September 2011 geplant.
„Das war ein langer Weg, der nicht immer einfach war”, resümierte Landrätin Eva Irrgang gestern bei der detaillierten Vorstellung des ehrgeizigen Projektes, das in vielen Bereichen Pilotfunktion in NRW haben wird. Erste Überlegungen zum Neubau einer „Rettungswache” hat es bereits vor vier Jahren gegeben.
Größere Dimension
Nach und nach hat das Objekt dann immer größere Dimensionen angenommen, weil man erkannt hat, dass es Sinn macht, alle Organisationen und Einheiten, die sich um das ebenso komplexe wie sensible Thema „Rettung” kümmern, unter einem Dach zu organisieren. In das neue Gebäude, das eine Bruttogrundfläche von 6 000 Quadratmetern aufweist, sollen ab September 2011 die Rettungswache Soest, die Leitstelle für Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz, die Polizeileitstelle, das Sachegebiet „Verwaltung der Abteilung Rettungsdienst”, Feuer- und Katastrophenschutz, der Veterinärdienst die Kreisfeuerwehrzentrale einziehen.
Einmalig für NRW
Als „einmalig für Nordrhein-Westfalen” kennzeichneten Landrätin Irrgang und Polizeichef Manfred Dinter die räumliche Zusammenführung von Rettungs- und Polizeileitsteller unter einem Dach: „Dieses Konzept hat Pilotcharakter und setzt Maßstäbe.” Realisiert wird der Neubau durch die renommierte Dortmunder Firma Derwald, mit der man ein so genanntes Public Private Partnership (PPP) eingeht. Das heißt: Derwald baut und unterhält die Gebäude und der Kreis sowie das Land treten als Mieter auf.
Für den Kreis bedeutet das Mietzahlungen in Höhe von etwa 125 000 Euro im Monat, von denen aber lediglich vierzig Prozent aus dem laufenden Haushalt kommenden. Über den Mietzeitraum von 25 Jahren wird der Kreishaushalt so um 3,89 Millionen Euro entlastet. Eva Irrgang: „Ein Großteil der verschiedenen Bereiche wird refinanziert. Die auch bereits jetzt anfallenden Immobilienkosten werden durch die Kosten für die Räume im neuen Rettungszentrum ersetzt.”
Die ausführende Firma Derwald setzt bei der Realisierung auf die Zusammenarbeit mit heimischen Handwerkern und fordert Unternehmen auf, sich zu melden und über das Volumen und Herausforderung der Aufträge zu informieren. Falko Derwald: „Wir wollen das Handwerk frühzeitig und dauerhaft einbinden.”
0mitdiskutieren