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Stadtplanung

Strittige Gebiete

23.09.2011 | 18:02 Uhr
Strittige Gebiete
Der technischen Beigeordnete Wolfgang Kiski (m.) erkäuterte den Flächennutzungsplan der Stadt. Foto: Lutz von Staegmann / WAZ FotoPool

Haltern am See. „Haltern ist in den letzten Jahren gewohnt zu wachsen, aber auch hier wird sich der demografische Wandel bemerkbar machen. Diese Feststellung musste ein Großteil der Zuhörer überraschend zur Kenntnis nehmen“, resümiert der Technische Beigeordnete Wolfgang Kiski die drei Informationsveranstaltungen zum FNP. Vor allem die Entwicklung von Wohnbauflächen wurde diskutiert. Es gibt strittige Gebiete, zum Beispiel in Lippramsdorf. Oder die Lehmkuhle, die schon in der Aufstellung war und jetzt im FNP nicht mehr als Baugebiet dargestellt ist. Oder in Lavesum, wo Baugebiete gegenüber der Birkenallee und dem „Tannenhäuschen“ nicht gewollt sind.

Den Trend zu mehr Wohnfläche bei sinkender Bevölkerungszahl hält auch der FNP fest. „Was andere Städte bereits jetzt erfahren, erreicht Haltern am See aber erst mittelfristig“, so Kiski. 25,5 Hektar Fläche sind im FNP als Suchräume für neue Wohngebiete dargestellt. Der tatsächliche Bedarf liegt allerdings für Wohnen bei nur zwölf Hektar. „Die Landesplanung fordert die Nachverdichtung“, so Kiski. Konkret: Die Landschaft soll nur noch in Anspruch genommen werden, wenn eine Innenverdichtung nicht möglich ist. Gleichwohl signalisiert Kiski, Politik und Verwaltung seien bemüht, „in allen Ortsteilen eine maßvolle Entwicklung“ aufzuzeigen.

Ähnlich die Situation bei den Gewerbeflächen. 22,3 Hektar sind für neue Gewerbeflächen dargestellt, der tatsächliche Bedarf für Gewerbe liegt bei 14,3 Hektar.

Die Offenlage des FNP (21. Sept. bis 24. Okt.) sollten Bürger nutzen, um Anregungen und Bedenken vorzutragen (auch online möglich). Anschließend geht der Plan in den Abwägungsprozess, dann beschließt der Stadtrat. Für einen einmal beschlossenen FNP gilt nicht, dass er unveränderlich bleibt. Der noch gültige FNP erlebt derzeit seine 73. Änderung.

DerWesten

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