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Trauung

Pfarrer bittet nach Kircheneklat Brautpaar um Entschuldigung

04.06.2012 | 15:40 Uhr
Pfarrer bittet nach Kircheneklat Brautpaar um Entschuldigung
Foto: Hans Blossey

Haltern am See.  Nach den Tränen folgte die Entschuldigung: Nachdem Pfarrer Heio Weishaupt während einer Trauung in Halterns Sixtus-Kirche die Kommunion nicht austeilen wollte und die Messe abbrach (da die Gemeinde Kirchenrituale nicht kannte), entschuldigte sich der Priester bei den Eheleuten. Die nahmen dies an.

Der Bericht über das umstrittene Verhalten des Halterner Pfarrers Heio Weishaupt während einer kirchlichen Trauung in St. Sixtus hat für viele Reaktionen gesorgt . Das hat auch den verantwortlichen Pfarrer Martin Ahls veranlasst, Stellung zu nehmen.

Weishaupt hatte die Trauung kurz vor der Eucharistiefeier abgebrochen, weil die Gemeinde weder Liturgie noch Kirchenlieder kennen würden. Er bedauere den Ablauf an diesem Hochzeitstag, sagt Ahls. „Als Zelebrant hat er nach dem Wortgottesdienst und der Eheschließung die Eucharistie nicht gefeiert, obwohl dies so mit dem Brautpaar abgesprochen war. Das war falsch und ist in den letzten Tagen auch so benannt worden. Dafür hat Pfarrer Weishaupt auch um Entschuldigung gebeten. Dem hat das Brautpaar entsprochen, wofür ich den Eheleuten herzlich danke.“

Ahls verweist allerdings auf die Brautmesse. „Was wir aus diesem verunglückten Gottesdienst lernen, ist, dass eine einmal abgesprochene Form auch für den konkreten Gottesdienst einzuhalten ist. Eine spontane Veränderung im laufenden Gottesdienst ist nicht vorgesehen und wird bei den Pfarrern unseres Dekanats auch in Zukunft nicht vorgesehen sein. Wichtig ist, dass wir bei all dem mit Respekt miteinander umgehen und nicht aus dem Bewusstsein verlieren, welches Erbe wir mit unserem Tun weiter tragen. Der Vorfall in dieser Hochzeitsfeier zeigt auch, dass die Gefühle eines Gottesdienstes, sowohl beim Brautpaar als auch beim Pfarrer, nur schwer in Worte zu fassen sind, dass vieles im Herzen ist, bleibt und auch bleiben muss.“

WAZ



Kommentare
07.06.2012
12:08
Pfarrer bittet nach Kircheneklat Brautpaar um Entschuldigung
von auchkatholisch | #21

" entschuldigte sich der Priester bei den Eheleuten." Allein dieser Satz ist ein Unding. Der Pfarrer kann sich, für das was er getan hat, nicht entschuldigen. Er kann vielleicht die Brautleute um Verzeihung bitten.
Genau genommen geht es um folgendes: Ein allseits dafür bekannter katholischer Hardliner hat ein Exempel statuiert, daß es sich ohne lasche Gläubige für ihn besser leben lässt.

Er hat den Leuten klar gemacht, daß er bei Ihnen und für sie keine Hoffnung hat und daß sie nach seiner Meinung aus der katholischen Kirche ausgeschlossen gehören.
Das ist die allgemein "neue Denke" in bestimmten "der Tradition verhafteten Kreisen" der katholischen Kirche. Man lese nach auf Kreuz.bet, Kath.Net, Pius.info, Kreuzgang.org, beim "Herrn Alipius" und sonstwo.
Lediglich, solange es die Kirchensteuer noch gibt (bei Pius ist man da schon einen Schritt weiter) hält man sich "offiziell" nur noch ein wenig zurück, um die Austrittszahlen nicht noch weiter zu steigern.

06.06.2012
23:31
Pfarrer bittet nach Kircheneklat Brautpaar um Entschuldigung
von bonafide | #20

ganz schön vermessen zu erwarten das jeder Messebesucher den Messritus kennen muss.
Wär ich in einer Moschee oder Synagoge geladen würde ich ebenso komisch gucken und bestenfalls versuchen es meinen Nebenleuten nachzumachen.
Des Pfarrers Pfarrkinder kann man nur Beileid wünschen ob ihres intolereanten Vorbeters.

Ich zumindest hätte die die Entschuldigung nicht angenommen. Fertig!

06.06.2012
15:53
Pfarrer bittet nach Kircheneklat Brautpaar um Entschuldigung
von angua61 | #19

Warum ist es für die Menschen normal, in einem Verein, einer Organisation, einer Schule oder wo auch immer, die HAUSORDNUNG oder die SPIELREGELN einzuhalten, nur wenn es um Kirche geht, kann man das nicht? Wenn ich Fussball spiele und ein Foul begehe, muss ich unter Umständen den Platz verlassen. Wenn ich Golf spiele und mich entgegen der geltenden "Etikette" verhalte, werde ich auch disqualifiziert. Und das akzeptiert man wie selbstverständlich! Wer sich nicht an die Hausordnung hält, muss gehen... oder bekommt eben nicht "das volle Programm"!

05.06.2012
13:55
Pfarrer bittet nach Kircheneklat Brautpaar um Entschuldigung
von Rufus-F | #18

farrer bittet nach Kircheneklat Brautpaar um Entschuldigung
von Rufus-F | #12-1

Sehr geehrter Herr dirty.old.man,

nein ich setze nicht "voraus, dass sich Jeder, der zu einer katholischen Zeremonie geladen ist, mit diesem Glauben identifizieren und mit seinen Riten vertraut sein muss", ich finde nur er sollte. Würden Sie, so Sie gläubig einer Religion angehören, zu einer Enttaufungsfeier gehen, wenn sie von einem Verwandten eingeladen würden.

Sie folgen meiner Argumentation leider nicht richtig: Es ist für Atheisten nicht anstößig an der christlichen Trauung von Freunden teilzunehmen, kann gegenüber den Gläubigen, die ggf. unter sich sein möchten nur unhöflich sein, wenn sich jemand nicht an den Riten beteiligt.

Im Gegensatz zu Gläubigen (egal ob Muslim, Christ oder Pastafari) ist der Begriff "Ungläubige" bei mir nicht negativ belegt und wie würden Sie jemanden bezeichnen der zwar eine Religionsgemeinschaft angehört aber sonst nicht mit der dortigen Religion zutun hat?
Da Atheisten

05.06.2012
12:04
# 7
von berndshexe | #17

In wieweit hat denn die Hochzeitsgesellschaft "versagt"?

Vielen Dank auch an Ihre Respektlosigkeit den Kindern gegenüber!
Sollen die Eltern ihre Kinder mit der Kirche und ihren Glauben groß werden lassen, oder sie gleich zu Kirchengegnern erziehen?

Ob nun ev. oder kath. ich setze eine gewisse soziale Kompetenz voraus.
Dazu gehört auch, die Kinder so zu nehmen wie sie sind und sie bestmöglich in den Gottesdienst mit einzubringen.

Glücklicherweise habe ich schon die positive Erfahrungen gemacht, bei Taufen und auch bei Hochzeiten, dass es Priester gibt, die damit umgehen können.

Wenn Sie in aller Ruhe beten möchten, bleiben Sie zu Hause, dann werden Sie nicht von Ihren zukünftigen Rentenzahlern gestört!

05.06.2012
08:01
Pfarrer bittet nach Kircheneklat Brautpaar um Entschuldigung
von zuversicht1 | #16

JEDER von uns wird an seiner Seite MENSCHen brauchen,die ihn lehren .sich selber mit den Augen der Ewigen GÜTE zu betrachten
( E.Drewermannn zugeordnet)

Vor Allen - am Altar ... und in den Kirchenbänken..... !

Kommen sie Alle gut durch diesen Tag.
m.f.G.
Theo van Wesel


05.06.2012
05:02
Pfarrer bittet nach Kircheneklat Brautpaar um Entschuldigung
von Kreuzritter | #15

Ob nun eine EntSchuldigung vom Pfarrer kam oder nicht, den Hochzeitstag hat er ihnen gründlich versaut.
Wenn ein Christ nur an dehn Kirchgängen fest gemacht wird, sind die Christen wohl vom Aussterben bedroht. Die Kirche sollte sich vielmehr fragen, warum immer mehr Menschen ihr den Rücken kehren. Mit ihren Vorstellungen aus dem Mittelalter kann sie junge Menschen nicht von sich überzeugen.
Fehlt nur noch das diese wieder den Ablass zusätslich zur Kirchensteuer einführt, damit Sünden vergeben werden.
Und ist es mal soweit das der Heiland dich ruft, wird man nochmal richtig zur Kasse gebeten. Preise für eine Gruft so ca. 7000 Euro auf einem kirchlichen Friedhof.
Das alles hat einen bitteren Geschmack der Abzocke.

05.06.2012
01:48
Viel Lärm um nichts!
von esc2300 | #14

Egal was passiert: Die katholische Kirche sollte sich und ihr handeln - vor allem in Deutschland mal in Frage stellen.

04.06.2012
23:50
Pfarrer bittet nach Kircheneklat Brautpaar um Entschuldigung
von schriftsetzer | #13

#12
Grundsätzlich kann ich der Argumentation von #8 schon folgen, und finde es gut, dass er/sie als bekennender Atheist die Kirche und die Gläubigen (hier: Christen) nicht grundsätzlich in Frage stellt. Ob nun jeder, der zu einer solchen Feier eingeladen ist, auch gläubig sein muss, sei dahin gestellt. (Natürlich sind das nicht alle...).
Anderersits muss doch das Brautpaar/die Taufgeselschaft/die Kommuniuon- bzw. Konfirmationsgesellschaft, ja selbst die Trauergemeinde ein Gespür dafür haben, was mit den Gästen in der Kirche "geht und was nicht". Wenn ich das Gefühl habe, meine Gäste gehören großteils der respektlosen bzw. nichtgläubigen (das sind noch nicht mal Atheisten, denn die können ihren Nichtglauben argumentativ vertreten bzw. belegen) Fraktion an, sollte ich besser die Finger davon lassen und gleich nach dem Standesamt die Party steigen lassen.

04.06.2012
23:20
Zeit für dümmliche Atheisten-Populisten
von dirty.old.man | #12

@ Rufus-F / #8

Man muss kein Katholik sein um zu erkennen wie hirnlos/polemisch Atheisten argumentieren.

Sie setzen also voraus, dass sich Jeder, der zu einer katholischen Zeremonie geladen ist, mit diesem Glauben identifizieren und mit seinen Riten vertraut sein muss.
Wie blöd ist das denn?

Folge ich Ihrer Argumentation, Ist es für Atheisten anstößig an der christlichen Trauung von Freunden teilzunehmen, weil sie in einer Kirche stattfindet.

Was unterscheidet Sie eigentlich von Muslimen, die Jeden, der nicht ihren Glauben lebt , als "Ungläubige" diskriminiert?

Atheismus ist offenbar ein Produkt von visionsunfähigen Betonköpfen, die nicht Gott, sondern sich selbst als Gott ansehen.

Armseliger geht es eigentlich nicht.

1 Antwort
Pfarrer bittet nach Kircheneklat Brautpaar um Entschuldigung
von Rufus-F | #12-1

Sehr geehrter Herr dirty.old.man,

nein ich setze nicht "voraus, dass sich Jeder, der zu einer katholischen Zeremonie geladen ist, mit diesem Glauben identifizieren und mit seinen Riten vertraut sein muss", ich finde nur er sollte. Würden Sie, so Sie gläubig einer Religion angehören, zu einer Enttaufungsfeier gehen, wenn sie von einem Verwandten eingeladen würden.

Sie folgen meiner Argumentation leider nicht richtig: Es ist für Atheisten nicht anstößig an der christlichen Trauung von Freunden teilzunehmen, kann gegenüber den Gläubigen, die ggf. unter sich sein möchten nur unhöflich sein, wenn sich jemand nicht an den Riten beteiligt.

Im Gegensatz zu Gläubigen (egal ob Muslim, Christ oder Pastafari) ist der Begriff "Ungläubige" bei mir nicht negativ belegt und wie würden Sie jemanden bezeichnen der zwar eine Religionsgemeinschaft angehört aber sonst nicht mit der dortigen Religion zutun hat?
Da Atheisten von ihrer Existenz ausgehen, halte sie sich logischer weise nicht Gott.

Vi

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