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Gegen Windräder und Agrar-Chemie

05.02.2013 | 16:23 Uhr
Gegen Windräder und Agrar-Chemie
So wie auf dieser Fotomontage stellen sich Mitglieder der Bürgerinitiative in Haltern-Hullern künftig ihren Ausblick in Richtung Olfen vor.Foto: privat

Haltern am See.   Bürgerinitiative „Ein Herz für Hullern“ bleibt aktiv. Kritisch beäugte Themen sind Straßenbau, Olfens geplanter Windpark und Gefahren fürs Wasser.

Die Bürgerinitiative „Ein Herz für Hullern“ bleibt weiter aktiv. „Unsere Ziele sind, die Landschaft und die Umgebung von Hullern zu erhalten“, sagt Initiator Dr. Heinz-Werner Vissmann. Am 17. April um 19 Uhr trifft sich die Mitgliederversammlung in der Gaststätte Kuhlmann. Nach dem Ausscheiden einiger Vorstandsmitglieder sind Neuwahlen ebenso erforderlich wie eine inhaltliche Neuausrichtung.

Extrem gestiegener Eintrag

„Mit der Unterstützung unserer Mitglieder wollen wir uns weiter für eine nachhaltige und zukunftsverträgliche Entwicklung für Mensch und Umwelt im Naturpark Hohe Mark einsetzen“, so Dr. Vissmann. „Der Charakter und die Identität unserer Landschaft dürfen nicht durch Experimente verloren gehen.“

Die aktuell geplanten Veränderungen (nämlich Windräder im Wald und der Energiepark Olfen sowie der Straßenneubau von K8n statt B474n) im Naturpark Hohe Mark sind gewichtige Gründe, warum die Bürgerinitiative weitermachen will. Sie fordert mehr Transparenz bezüglich der Auswirkungen auf den Lebensraum und auf die Infrastruktur von Hullern.

Die BI verweist auf die Aussage von NRW-Umweltminister Remmel, dass Haltern am See das „Paradies“ für Windkraftanlagen sei. Würde man der Argumentation „Bauen im Wald“ folgen, wären in Haltern (44% Waldanteil) über 300 Windräder möglich. Schon weiter sei man in Olfen (22% Waldanteil). Die „Genreo“ (Gesellschaft der Stadt Olfen und der Gelsenwasser AG) plane im größten zusammenhängenden Waldgebiet Olfens (dem Munitions-Depot und Umland) einen Windpark mit zwölf Windrädern der 200 Meter-Klasse.

Mit der neuen Umgehung (K8n als Alternative für B474n) für Olfen könnte Hullern im „2Stromland“ abgeschnitten werden. Der umgeleitete Schwerlastverkehr würde dann zusammen mit dem Windpark die „stille Naherholung“ am und um den Alten Postweg dauerhaft stark beeinträchtigen.

Außerdem gefährde der ungehemmte Anbau von Mais (2012 waren’s plus 26 Prozent) zur Beschickung der neu gebauten Biogasanlagen massiv das Trinkwasserreservoir des Halterner und Hullerner Stausees. „Der extrem gestiegene Eintrag von Pflanzenschutz- und Düngemitteln in den Wasserkreislauf bedroht unsere Gesundheit“, so die BI. Neue Mitglieder können sich unter www.hullern21plus.de anmelden.

Irene Stock

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