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Nur eine Adresse für Kranke

18.12.2008 | 18:19 Uhr

Sundern. Ab dem 1. Januar 2009 wird das Notfallsystem in Sundern für den Patienten einfacher. ...

... "Ab Neujahr ist die Notfallambulanz der Standort des zentralen Notdienstes der kassenärztlichen Vereinigung (KV) in Sundern", berichtete der Leiter der Notfallversorgung in Sundern, Dr. Manfred Gerhardt, gestern.

Damit haben die Patienten nur noch eine einzige Anlaufstelle: Hauptstraße 46. Und auch telefonisch muss man sich nun nicht mehr zunächst informieren, welcher Arzt wo den Notdienst hat: "Der Kranke wählt nur noch die Telefonnummer 02933/921314", erläuterte Dr. Gerhardt die Vereinfachung, die viele Vorteile für den Patienten mit sich bringt.

Möglich ist die Änderung des Systems durch ein Dekret der kassenärztlichen Vereinigung: "Ende November hat uns Dr. Decker die Änderung mitgeteilt. Jetzt müssen alle KV-Ärzte in Sundern ihren Dienst zentral in der Notfallambulanz halten", so Dr. Gerhardt. Bisher waren es elf Ärzte, die im Rahmen des kassenärztlichen Notfalldienstes dort Dienst taten. Getragen wurde dies vom "Verein zur Verbesserung der Notfallversorgung in Sundern" e.V. Nun sind es 22 Ärzte und Ärztinnen, also verteilt sich die Last wesentlich besser. Träger des Systems ist nun die KV.

Hintergründe dieser Änderung ist der Rückgang der niedergelassenen Ärzte in Deutschland: "Und immer weniger wollen aufs Land. Deshalb war es wichtig den KV-Dienst durch synergetische Effekte zu unterstützen", berichtete Dr. Gerhardt gestern bei der Präsentation des neuen Systems. "Sundern hat damit große Vorteile, auch um den KV-Standort zu sichern."

Die angesprochenen Synergien ergeben sich durch die Verschmelzung des KV-Dienstes, den die kassenärztliche Vereinigung trägt, mit dem Rettungsdienst, dessen Träger der HSK ist. Im KV-Dienst sind nun alle 22 Kassenärzte zu den Notdienstzeiten am Samstag, Sonntag und Mittwoch-Nachmittag eingebunden. Der Rettungsdienst hingegen ist mit seinen 18 Notärzten 365 Tage rund um die Uhr im Einsatz. Dadurch ergeben sich einige Vorteile, etwa wenn der diensthabende KV-Arzt einmal nicht in der Notfallambulanz ist: "Dann kann sich der anwesende Notarzt den Patienten ansehen und seine Weiterversorgung entscheiden." Sollte auch der Notarzt unterwegs sein, gibt es eine Telefonschaltung zum KV-Arzt oder zur Leitstelle des HSK.

Die Notfallambulanz hat am Wochenende von 10 bis 12 Uhr und 17 bis 18 Uhr Sprechstunde, am Mittwochnachmittag von 17 bis 18 Uhr.

Mit der jetzigen Änderung, so Dr. Manfred Gerhardt, habe sich gezeigt, dass das vor elf Jahren zunächst von dem Allgemeinmediziner Hermann-Josef Müller umgesetzte System der Notfallversorgung für Sundern eine runde Sache geworden ist.

Von Matthias Schäfer

Kommentare
22.12.2008
14:54
Nur eine Adresse für Kranke
von Jensemann123 | #4

Wenn ich ernsthaft krank bin, fahre ich direkt ins Krankenhaus und nicht in die Notfallambulanz, da wird mir nämlich direkt geholfen. In der...
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Nur eine Adresse für Kranke
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2008-12-18 18:19
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