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Freundeskreis Kloster Brunnen

„Das war ein ganz erfreulicher Wahnsinn“

24.11.2010 | 17:17 Uhr
„Das war ein ganz erfreulicher Wahnsinn“
Kloster Brunnen: Der neue und scheidende Vorstand des Freundeskreises.

Dörnholthausen. Große Umbrüche gab es während der Jahreshauptversammlung des Freundeskreises Kloster Brunnen. Klaus Baulmann, seit Gründung als Vorsitzender tätig, stand nicht mehr zur Wahl. Einen Nachfolger zu finden war nicht so schwer, denn der Freundeskreis hat seine Mitglieder nicht nur in Sundern, sondern in allen „Grenzgebieten“ zu Kloster Brunnen gesucht und auch gefunden.

Klaus Baulmann erinnerte noch einmal an die Anfänge: „Der Freundeskreis besteht nicht nur aus dem Vorstand, sondern aus vielen Mitgliedern, die davon überzeugt sind, dass Kloster Brunnen eine Zukunft haben muss. Dabei ist der Sunderner Heimatbund der Vater des Freundeskreises.“ Er kümmerte sich schon in den 80er Jahren darum, die Holzreliefs des Stationenweges vom Röhrtal herauf wieder zu beschaffen. „Eine kriminalreife Aktion“, erinnert sich Klaus Baulmann. 1980 wurde die Generalreinigung der Orgel durchgeführt und zwei Schallplatten aufgenommen. „Das war ein erfreulicher Wahnsinn, 2500 Stück wurden für die Renovierung der Orgel verkauft.“

1984 wurde Kloster ­Brunnen in die Denkmalliste der Stadt Sundern einge­tra­gen. Es standen immer wieder private Gespräche der Schützer an, bis die Idee zur Gründung des Freundeskreises entstand. 1994 saßen die Gründungsmitglieder nach einem Konzert zusammen und berieten die Gründungsversammlung. „Jeder kannte jemanden, den er für geeignet hielt, alle Interessierten aus dem kurkölschen Sauerland wurden persönlich eingeladen.

Von 110 Geladenen kamen 50 Personen zur Versammlung: „Das war ein großer Erfolg“, erinnerte sich Klaus Baulmann. Schon im November des Jahres war die Mitgliederzahl auf 157 gestiegen. Zahlreiche Aktionen wurden seitdem durchgeführt, ­Jubiläen gefeiert und Änderungen vorgenommen.

An das Jubiläumsjahr zum 300-jährigen Bestehen von Kloster Brunnen und die ­Restaurierung der Orgel, die noch nicht ganz abge­schlossen ist, erinnert sich Baulmann besonders gern.

Zum Abschluss seiner Ausführungen dankte er den Mitgliedern, besonders den Vorstandskollegen: „Danke an alle, die meine nicht immer leicht zu nehmende Art ertragen haben!“ Doch genau diese Art brachte den Freundeskreis immer wieder nach vorn, waren sich die Anwesenden einig. Klaus Baulmann wünschte sich, dass nur eines so bleibt wie es ist: „Kloster Brunnen verkörpert die traditionellen Werte des christlichen Abendlandes, dafür ­setzen wir uns ein und halten zusammen!“

Bei der folgenden Wahl stellten sich neben Baulmann auch Ludger Nies, Lucia Böhmer, Hildegard Hamers und Irmtrud Alhelm nicht mehr für ihre Ämter zur Verfügung. Zum neuen Vorsitzenden wurde einstimmig Franz-Josef Huß aus Eslohe gewählt. Der gebürtige Schliprüthener ist seit 1980 als Rendant im Kirchenvorstand Schliprüthen tätig und familiär eng mit ­Kloster Brunnen verbunden. „Von Kindesbeinen an gingen wir zum Brunnen, um dort das Hochamt zu besuchen“, erläuterte er seine Verbundenheit. Zum Abschluss seiner Vor­stellung schlug er vor, Klaus Baulmann zum Ehrenvor­sitzenden des Freundeskreises Kloster Brunnen e.V. zu wählen. Ein Vorschlag, der gern angenommen wurde.

Des Weiteren wurde Gunter Maybaum zum 2. Vorsitzenden und Elisabeth Baulmann zur Schriftführerin gewählt. Kerstin Geister stellte sich zur Freude aller zur Wiederwahl. Als Beisitzer kamen Rudolf Brand, Hubert Cordes, Bernd Hesse, Heinrich König, Annemarie Maybaum-Griesenbach und Hiltrud Plass in den Vorstand. Josef Rademacher vertritt die Christkönig-Gemeinde, Ludger Behle die St.-Se­bastian-Gemeinde und Heinrich Gallus die Schützenbruderschaft Kloster Brunnen im Vorstand.

Nach den Wahlen dankte Pfarrer Josef Pohlmeyer dem scheidenden Vorsitzenden für seine Tätigkeiten. „Sie haben das Interesse an Kloster ­Brunnen lebendig gehalten, viele bleibende Taten vollbracht und uns allen kostbare Begegnungen ermöglicht!“

WP



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