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Der schreibende Sachverständige

Der schreibende Sachverständige

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Foto: Funke Foto Services
Nach „Heul doch“ stellt Autor Thomas Beneke jetzt sein zweites Buch „Fang am beten“ vor – und auch ein drittes Werk ist bereits in Planung.

Sprockhövel. 

Thomas Beneke ist Sicherheits­koordinator für Baustellen und Brandschutzsachverständiger. Er hat eine Vorliebe für Motorräder. Und er ist Autor. Was alles irgendwie zusammenhängt.

„Meine ersten Kurzgeschichten schrieb ich in einem Motorrad­forum“, sagt der Obersprockhöveler. Ebenda wurde ein Verleger auf seine Geschichten aufmerksam und packte sie mit weiteren Kurzgeschichten und Comics zwischen Buch­deckel. Dieser Sammelband trägt den Titel „Gaskrank 2“.

Nach seinen ersten Gehversuchen als Autor packte Beneke die Schreiblust. Mittlerweile ist sein zweites eigenes Buch im Einbuch-Verlag erschienen: „Fang am beten“ ist eine 200 Seiten starke Krimi­satire, die mitten im Ruhrpott spielt.

„Ich war schon immer eng mit der Region verbunden, mag die Leute, die Kultur, die Sprache.“ Im Buch geht es aber nicht etwa in eine der großen Metropolen, sondern in den ländlichen Raum. Hier kommen einem Kleintierzüchter mehrere Tiere abhanden. Von da an geht es drunter und drüber, wobei Parallelen zur realen Welt gar nicht mal zufällig sind. Denn Beneke verarbeitet das, was er selbst erlebt, in seinen Geschichten. Die Charaktere und Orte sind durchaus an existierende Vorbilder angelehnt.

Sein erstes Werk „Heul doch“ ist sogar mitten aus dem Leben ge­griffen. „Durch meinen Beruf bin ich oft auf Baustellen unterwegs.“ Da erlebe er allerhand Geschichten. Und die habe er auf den Seiten festgehalten. Sein nächstes Buch ist in Vorbereitung. In „Blasenpflaster am Nanga Parbat“ ist er selbst der Protagonist und erzählt, wie er auf dem Berliner Höhenweg im Zillertal unterwegs war. Seine anfänglich Euphorie wandelte sich dabei schell ins Gegenteil.

Alle Bücher haben eins gemein: Sie sind mit viel Humor geschrieben. „Das kann ich am besten.“ Er sagt: „Ich folge beim Schreiben immer einem roten Faden, den ich mir vorher zurechtlege.“