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Krise macht sich langsam bemerkbar

27.11.2008 | 19:11 Uhr

Ennepe-Ruhr. Im Monat November ist die Zahl der Arbeitslosen in Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis nochmals um gut 300 auf unter 22 000 gesunken. Die Arbeitslosenquote verringerte sich damit um 0,1 Punkte auf 8,3 Prozent. ...

... Ein Jahr zuvor waren es fast 2400 Erwerbslose mehr bei einer Quote von 9,1 Prozent.

"Bei den Arbeitslosenzahlen ist die konjunkturelle Veränderung noch nicht angekommen, aber der sprunghafte Anstieg bei der Kurzarbeit und einige Stornierungen von gemeldeten Stellen sind eindeutige Vorboten", erläutert Dr. Dietmar Thönnes, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen. Hierbei müsse man allerdings genau hinschauen. Problematisch sei es bereits für Helfertätigkeiten, während Fachkräfte weiterhin gefragt seien, insbesondere im Metallbereich und im Gesundheitswesen. "Übrigens ist der aktuelle Rückgang bei der Arbeitslosenzahl weiblich - bei den Männern blieb die Zahl der Erwerbslosen nahezu unverändert, bei den Frauen ging sie um 319 zurück. Da in den krisenanfälligeren Branchen überwiegend Männer arbeiten, lässt dies Rückschlüsse auf die ungünstige konjunkturelle Veränderung zu", erläuterte Thönnes.

Die Arbeitsmarktentwicklung im Ennepe-Ruhr-Kreis: Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich um 219 oder 1,8 Prozent auf 12 014. Die EN-Arbeitslosenquote ging damit um 0,2 Punkte auf 7,1 Prozent zurück. Hier entwickelten sich die Rechtskreise uneinheitlich. Für den Bereich SGB III (in der Zuständigkeit der Agentur für Arbeit Hagen mit den Geschäftsstellen in Gevelsberg, Hattingen, Schwelm, Wetter und Witten) gab es einen leichten Anstieg um 13 auf jetzt 3055 Arbeitslose, bei den SGB-II-Arbeitslosen (in der Zuständigkeit des EN-Kreises mit den Regionalstellen der JobAgentur EN) dagegen einen Rückgang um 232 auf 8959.

Lokale Besonderheiten: Herdecke und Sprockhövel sind die einzigen Kommunen mit aktuell leicht gestiegener Arbeitslosigkeit, während es im übrigen EN-Kreis nochmals kleine Rückgänge gab.

Gesamteinschätzung: Der heimische Arbeitsmarkt wurde im November noch durch saisonale Einflüsse gestützt, aber auch die seien mit der kalten Jahreszeit vorbei. Die Situation sei anders als im vorigen Winter, in dem die Konjunktur getragen habe. Dieser Konjunkturschwäche Trend sei nicht mehr intakt. "Die Konjunkturschwäche wird sich in den nächsten Monaten und speziell zum Jahresbeginn 2009 zunehmend ungünstig bemerkbar machen", so die Arbeits-Agentur.

Die Zahlen für die Geschäftsstelle Gevelsberg (zuständig für Gevelsberg und Sprockhövel): 1712 Arbeitslose, Quote 5,9 Prozent (Oktober: 1743 / 6,0 Prozent); in Gevelsberg waren es 1206 Arbeitslose, in Sprockhövel 506 Die Zahlen für die Geschäftsstelle Schwelm (zuständig für Schwelm und Ennepetal): 2142 Arbeitslose, Quote 6,9 Prozent (Oktober: 2185 / 7,1 Prozent): in Schwelm gab es 1235 Arbeitslose und in Ennepetal 907.

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Krise macht sich langsam bemerkbar
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2008-11-27 19:11
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