Ein Leben für die Sparkasse
02.04.2012 | 18:51 Uhr 2012-04-02T18:51:00+0200
Schwelm. Was wäre die Welt der Banken und Sparkassen ohne Computer. Ist doch erst durch den Einsatz der elektronischen Datenverarbeitung die wirtschaftliche Globalisierung mit all ihren Vor- und Nachteilen erst möglich geworden. Doch auch vor dem Zeitalter von Bits und Bytes gab es ein funktionierendes Bankensystem. Rainer Plathof hat den Einzug der modernen Technik hautnah miterlebt. Vorstandsvorsitzender Lothar Feldmann sprach dem 64-jährigen Schwelmer gestern Lob und Anerkennung für 50-jährige Pflichterfüllung aus.
Wie schafft man das – ein 50 Jahre währendes Arbeitsleben und auch noch bei ein und demselben Arbeitgeber. In der heutigen Zeit ist dies undenkbar. Die außergewöhnliche Länge dieses Arbeitslebens sah auch Sparkassenchef Lothar Feldmann so: „Das gab es noch nicht bei uns und wird es auch nicht mehr geben.“
Nach dem Besuch der Volksschule in der Potthoffstraße begann für Rainer Plathof der Ernst des Lebens. „Ich hatte mich bei der Stadt, der Kreisverwaltung und bei der Sparkasse beworben. Und alle haben mir zugesagt“, so der Jubilar. Dass er dann bei der Sparkasse landete, sei eher dem Zufall geschultert gewesen. Seine ersten Arbeitstage verbrachte Rainer Plathof in der Poststelle des Geldinstitutes, das seinen Sitz in der Schulstraße hatte. „Am dritten Tag meiner Ausbildung wollte ich schon wieder aufhören. Der Sparkassenalltag wollte so gar nicht zu meiner kindlichen Vorstellung der Arbeitswelt zusammenpassen“, erinnert sich noch heute der Jubilar an seinen Berufsstart.
Seine Berufswahl habe er aber nicht wirklich bereut. Rainer Plathof erlebte 1968 die Einführung der IBM-Großrechner in der Sparkasse. 1988 schaffte die Sparkasse ihren ersten PC an und 1973 ging die Sparkasse Schwelm online – mit dem Rechenzentrum des Sparkassenverbundes in Münster. Eine spannende und anstrengende Zeit, in der tagsüber das normale Kundengeschäft erledigt werden musste und in nächtelanger Arbeit die Sparkasse fit gemacht worden sei die EDV-Zukunft, wie sich der Jubilar erinnert.
Rainer Plathof hat das Sparkassengeschäft quasi von der Pike auf gelernt. Über die Zweigstellen West und Loh kam er in die Bankabteilung, später in die Giroabteilung, übernahm 1974 die Leitung der Abteilung „Belegvorbereitung“. Seit 2004 ist Rainer Plathof verantwortlich für die gewinnbringende Anlegung der sparkasseneigenen Wertpapiere und Geldanlagen – gut 250 Mio. Euro. „Rainer Plathof ist einer der zehn wichtigsten Mitarbeiter im Haus“, so Lothar Feldmann.
0mitdiskutieren