Das aktuelle Wetter Rees 10°C
Betreuung

Gibt es bald Gerangel um die Kinder?

16.05.2012 | 20:00 Uhr
Gibt es bald Gerangel um die Kinder?
Auch in Rees wird die Zahl der Kinder geringer. Foto: Henryk Brock

Rees.   Rees ist zuversichtlich, den Rechtsanspruch auf ausreichend U3-Plätze ab 2013 erfüllen zu können.

Der demografische Wandel ist bei den Kindergärten angekommen. „Derzeit können wir den, was die Belegung anbelangt, noch abfangen“, sagte Michael Becker, Leiter des Reeser Sozialamtes. Er spielte auf das KiBiz an, das vorsieht, vermehrt unter Dreijährige (U3) aufzunehmen. Das heißt auch: Derzeit sind Kindergarten-Schließungen kein Thema.

Diese Sorge war im jetzigen Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales laut geworden. Eine entsprechende Äußerung hatte Norbert Hollands (CDU) gemacht. „Derzeit wird das noch aufgefangen“, beruhigte Becker noch einmal, aber denkbar sei doch, dass zwischen den Kindergärten künftig eine Konkurrenzsituation entstehe wie es sie bei den Grundschulen – wie im Falle Mehr/Bislich – schon gegeben hat.

Wie bekannt soll ab 2013 für die U3-Kinder sogar ein Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz bestehen. Die Kommunen sind angehalten, für 35 Prozent der Kinder Plätze bereitzustellen.

Margret Derksen (Grüne) fragte nach, ob denn eine ganztägige Betreuung von Kindern in Rees möglich sei, die Kindergarten-Öffnungszeiten der diversen Einrichtungen also so aufeinander so abgestimmt seien, dass man sein Kind immer irgendwo betreut wissen könne. Dies wurde von der Verwaltung bejaht. Aber: Der Transfer stellt ein Problem dar. Derksen: „Darüber müssen wir noch Gespräche führen.“ Zunächst einmal wurde die Verwaltung beauftragt, eine Aufstellung der Öffnungszeiten den tatsächlichen Bedarfszeiten gegenüberzustellen.

Versorgungsquote

Die Versorgungsquote der Kindergärten im Stadtgebiet Rees stellt sich derzeit so dar: Bienen 54,55 %, Millingen 42,25 %, Rees 28,95 %, Haldern 29,90 %, Haffen 50 %, Mehr 34,29 % und Rees gesamt betrachtet 33,42 %.

Anlass für Arno Wingender-Monats (SPD) nachzufragen, ob es sinnvoll wäre, mehr Plätze in Haldern und Rees zu schaffen, um schon jetzt die 2013 geforderte Quote zu entsprechen. „Wir machen uns doch so auch attraktiv für zuziehende Familien“, argumentierte er. Becker wies darauf hin, dass die Versorgungsquote faktisch noch besser sei, als dargestellt. Nicht berücksichtigt seien zusätzliche Tagespflegeplätze. Becker: „Ferner sind auch die Kinder unter einem Jahr mit eingerechnet, dabei machen Eltern mit Kindern unter einem Jahr aber äußerst selten Gebrauch von einer Kindergartenbetreuung.“

Der Reeser Kämmerer Andreas Mai wies darauf hin, dass derzeit noch 15 Plätze im Millingener St. Quirinus-Kindergarten nicht belegt sind. „Wenn wir jetzt noch zusätzlich 20 weitere Plätze schaffen würden, wäre das ein teures Hobby.“

Maria Raudszus



Kommentare
Aus dem Ressort
Vorstand weckt Lust auf Karneval in Rees
Karneval
Der Reeser Karneval Verein muss mit dem Ordnungsamt ein neues Sicherheitskonzept erstellen. Motiviert gehen die neuen Frontmänner an den Start
Den Nerv der Reeser getroffen
Städtebau
In der Bürgerversammlung wurde die architektonische Planung der Firma Hüls für das Niag-Gelände und den Posthof mehrheitlich begrüßt. Noch gab es nichts Konkretes zu Gewerbeansiedlungen
In Rees beginnt der Mülltonnen-Tausch
Umwelt
Die Abfallbehälter werden mit einem Chip ausgestattet. Das soll für mehr Gebührengerechtigkeit sorgen. Bürger werden um Mithilfe gebeten
Ministerin begeistert vom Reeser Umweltbildungszentrum
Umwelt
In Berlin hatte Dr. Barbara Hendricks dem Leiter des Naturschutzzentrums, Dr. Ulrich Werneke, den Preis „Menschen und Erfolge“ überreicht. Jetzt folgte sie seiner Einladung ins Umweltbildungszentrum
Zauberhafte Winterwelt in Haffen
Ausstellung
Zum Lichterabend am Samstag, 15. November, öffnet Julia Winter die Fensterläden im kleinen, weißen Haus an der Deichstraße in Rees-Haffen. Die Weihnachtszeit hat hier Einzug gehalten
Frage der Woche

Ob nun Moutainbiker oder Cross Country Fahrer – das Radfahren im Wald in Hochelten ist ein aktuelles Thema. Wie berichtet haben einige Moutainbiker sich Rampen im Wald abseits der Wege gebaut, was nicht erlaubt ist. Zugleich beschweren sich Bürger über rücksichtslose Radfahrer. Es gibt Bestrebungen, für Moutainbiker eine gesonderte Strecke zu schaffen. Unsere Frage der Woche: Wie stehen Sie zu Mountainbikern in Hochelten?

So haben unsere Leser abgestimmt

In Hochelten sollte es gar keine Mountainbiker geben. Das passt nicht.
19%
Mich ärgern vor allem die rücksichtslosen Fahrer.
4%
Mountainbike-Strecke fände ich gut.
70%
Die Wege für Fußgänger und Radfahrer müssen schnellstmöglich klar getrennt werden.
5%
Wenn Moutainbike-Strecke, dann muss diese auch touristisch genutzt werden.
3%
1058 abgegebene Stimmen
 
Fotos und Videos
Freibier-Verlust
Bildgalerie
Reeser Kirmes
Person droht im Rhein zu ertrinken
Bildgalerie
Feuerwehr
Rock 'n' Roll in Haldern
Bildgalerie
Haldern Pop
Haldern Pop
Bildgalerie
Festival