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Interview

Zu ehrgeizig? „Auf keinen Fall“

26.05.2012 | 10:00 Uhr
Marie Luise Dött (CDU)Foto: Udo Milbret

Oberhausen. Bei der Umsetzung der Energiewende hakt es. Dabei hängt auch vor Ort vieles davon ab, wie schnell der Ausbau erneuerbarer Energien vorangeht. Als umweltpolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag ist Marie-Luise Dött (CDU) mittendrin, wenn es um das Thema geht. Ein Gespräch mit der Oberhausener Bundestagsabgeordneten.

NRZ: Hat man dieses Mammutprojekt nicht richtig angepackt?

Marie-Luise Dött: Das sehe ich nicht so. Wir haben zur Zeit allerdings ein Problem mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien. Der läuft so rasant, dass die Speicher und Netze nicht mithalten. Wir müssen da jetzt nachjustieren.

In NRW ist der Anteil erneuerbarer Energien immer noch sehr gering.

Dött: In NRW hängen wir im Bereich erneuerbare Energien hinterher, aber das kann man aufholen. Dafür haben wir dort große Absichten bei Investitionen in Kraftwerke, die besonders energieeffizient sind. Wir müssen in Nordrhein-Westfalen grundlastfähig bleiben. Besonders für das Industrieland NRW ist die Energiewende eine Riesenherausforderung.

Braucht es statt zahlreicher einzelner nicht vor allem ein Gesamtkonzept?

Dött: Natürlich sollte man das Ganze im Auge behalten. Ich bin nicht so sehr dafür, dass jetzt jede Kommune sagt, sie muss unbedingt CO2-frei sein. Man muss über den Tellerrand schauen. Zur Zeit guckt jeder auch ein Stück weit nach seinem eigenen Vorteil und danach, wie er Förderung bekommt.

Investoren gewinnen

Das Oberhausener Handwerk hat gerade eine Energiegenossenschaft gegründet. Wie bewerten sie ein solches Engagement?

Dött: Ich finde es großartig, dass das Handwerk sich mit dem Thema beschäftigt. Die Idee der Genossenschaft kann ein Modell sein, aber man muss dabei gucken: Wer macht es, wer hat den Profit und wer zahlt?

Der Kreishandwerksmeister sagt, Oberhausen sei in Sachen erneuerbare Energien derzeit noch „Diaspora“. Sehen Sie das auch so?

Dött: Nein, die EVO hat schon einiges angestoßen, Stichwort Biogas. Die Städte könnten sich aber noch stärker ihre Flächen anschauen, ob man diese nicht zur Installation von Photovoltaik vermieten könnte. Und: Wie kann man dafür Investoren gewinnen? Andere Regionen machen das bereits ganz schön profitabel – auch im Sinne von ideellem Profit.

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Kommentare
01.06.2012
15:06
Zu ehrgeizig? „Auf keinen Fall“
von user46145 | #5

Zur Energiegenossenschft des Handwerks fragt sie sich nur wer es macht und wer daran verdient?
Blöde Frage!
Das Handwerkwerk macht es zusammen mit EVO, Volksbank und der OGM.
Den Profit bekommen die Anleger der Genossenschaft.
Und die Anleger investieren ihr Geld freiwillig. Ziemlich idiotischer Einwand, Frau Dött!

1 Antwort
Zu ehrgeizig? „Auf keinen Fall“
von user46145 | #5-1

Und die Stadt soll schauen, ob sie Dächer zur Vermietung für PV-Anlagen hat??
Genau DAS ist doch der Zweck der Genossenschaft!
Diese will genau darin investieren...

28.05.2012
23:09
Zu ehrgeizig? „Auf keinen Fall“
von karlo58 | #4

Das Atomkraftwerke auf Dauer keine Lösung sind,weiß wohl mittlerweile jeder-aber wie kann ich die Wirtschaft gefährden und eine Energiequelle abschalten,bevor die neuen Quellen sprudeln,bzw. die Versorgungsleitungen verlegt sind?!Es war ja schon mehrfach die Energieversorgung gefährdet..da spricht aber niemand drüber..erst denken-dann schalten..in der Politik nicht üblich..weiß ich ja..ist ja auch nur eine Idee..Glück auf!!

28.05.2012
10:23
Zu ehrgeizig? „Auf keinen Fall“
von dcarleitermann | #3

Lappschmier und MrMobil :Seit doch nicht so eingeschnappt weil die SPD und die Grünen soviel sagen und doch nicht handeln. Die Grünen wollten doch schon vor vielen Jahren Spritpreise von 5 DM je Liter. Die SPD schrie immer nach dem Atomausstieg wenn diese in der Opposition waren. Frau Kraft rechnet heute noch mit dem Atomstrom! Haben euch jemals Herr Gabriel oder Herr Trittin als Umweltminister gesagt wie teuer die Energie ohne Atomstrom wird? Sind es deswegen Hausmänner die keine Ahnung haben? Oder haben beide Physik studiert? Nein haben sie nicht. Trotzdem werden deren Meinungen als Fachbeiträge bezeichnet.

2 Antworten
Zu ehrgeizig? „Auf keinen Fall“
von MrMobil | #3-1

Mit hätte ja auch etwas gefehlt, wenn die Kommunisten nicht auch hierzu ihren Senf abgeben. Ist aber nachvollziehbar, wenn man mit 2% herumdümpelt und die Menschen verstanden haben, dass die Linke alles bestreitet, nur meistens nicht ihren Lebensnterhalt.
PS: Jetzt Raten sie mal, wie teuer der Atomstrom ohne staatlichen Subventionen wäre und wenn der Staat nicht für die Entsorgung Aufkommen würde? Stimmt: Rechnen können die Kommunisten ja auch nicht. Die haben sich immer schn mehr um das Geld anderer gekümmert als sich um ihr eigenes zu beschaffen.

Zu ehrgeizig? „Auf keinen Fall“
von Lappschmier | #3-2

Erstens halte ich den Grundschullehrer auch für inkompetent und zweitens kenne ich den Unterschied zwischen "seit" und "seid."

27.05.2012
16:36
Zu ehrgeizig? „Auf keinen Fall“
von Lappschmier | #2

Ich fühl mich jedenfalls veralbert, wenn mir eine Hausfrau Belehrungen über Energiekonzepte der Zukunft verklickern will .. oder hat sie Physik o.ä. studiert?

1 Antwort
Zu ehrgeizig? „Auf keinen Fall“
von kadiya26 | #2-1

Ich schätze, da liegen Sie richtig. Frau Dött betet uns nur vor, was Parteilinie und Energiewirtschaft ihr diktieren. Das ist ja allenthalben so üblich in diesen Kreisen.

27.05.2012
06:57
Zu ehrgeizig? „Auf keinen Fall“
von kadiya26 | #1

Wenn Frau Dött klimafreundlichen Strom dauernd als die "teurere" Lösung verkauft, hätte ich als .Journalist glatt mal nachgefragt, warum sich die bisherige milliardenteure Subventionierung der Kernkraft nach deren Abschaltung nicht in einem geringeren Strompreis niederschlägt.

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Name von Moderation entfernt | #1-1

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