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20.06.2008 | 20:25 Uhr 2008-06-20T20:25:16+0200Moosfelde. (ad) "Die sechs Monate vergingen wie im Flu-ge. Schade, dass es schon vorbei ist", bedauerten die Teil-nehmer des Projekts "PC 50+" im Kultur und Integrations-zentrum Hoffnung e.V. in Moosfelde. ...
... Mit dem Programm "Lokales Kapital für soziale Zwecke", kurz LOS genannt, konnte der Computerkurs in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule durchgeführt werden.
Seit Januar kamen einmal die Woche 19 Spätaussiedler zusammen, um den Umgang mit dem PC zu erlernen. Nach einer kurzen Einweisung zum Aufbau eines Rechners ging es gleich ans Eingemachte. Word, Explorer, Fotobearbeitung und Grafiken sind für die Teilnehmer keine Fremdwörter mehr. "Wir haben jetzt keine Angst mehr, die Tastatur zu berühren und können mit unseren Kindern eine Sprache sprechen", freut sich eine Teilnehmerin. Auch im Internet fühlen wir uns schon zu Hause, fügt eine andere an. Das ist für die Suche nach einem Arbeitsplatz wichtig.
Ein weiterer Schwerpunkt des Kurses war das Erstellen von Bewerbungsmappen und die intensive und individuelle Vorbereitung für ein Vorstellungsgespräch. "Es war sehr interessant. Es gab keinerlei Sprachprobleme. Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt", so Dozentin Beate Katjo-Kauke bei der Übergabe der Zertifikate. Für die Kurse nach der Sommerpause liegen schon 15 Anmeldungen vor.
"Leider fehlt uns noch finanzielle Unterstützung", berichtet die Zentrumsvorsitzende Ekahterina Markwart. Vomgeld sollen Dozentin und geringe Nebenkosten bezahlt werden. Studienleiterin Ute Backhaus war mit dem Projekt sehr zufrieden und wünschte sich eine weitere enge Zusammenarbeit. Nach den Sommerferien im August steht das nächste Projekt in Zusammenarbeit mit der Stadt Arnsberg in den Startlö-chern. An der Städtischen Gemeinschaftsschule Moosfelde sollen vier Lehrer Migrantenkindern Hausaufgaben- und Nachhilfe in Mathematik, Englisch und Deutsch geben. "Der Bedarf an Hausaufgabenhilfe ist riesengroß. Kinder und ihre Eltern sind meist überfordert", meint Markwart. Als frühere Schulleiterin von 800 Schülern in Usbekistan bedauert sie es, dass angeblich nur 4,2 Prozent der Schulabgänger in Moosfelde eine weiterführende Schule besuchen können. "Das Projekt heißt `Nadezda' und soll auch stärker die Eltern in die Lernprozesse mit einbinden", so Markwart.

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