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Fusion ist beschlossen

Volksbanken Schmallenberg und Bigge-Lenne schließen sich zusammen

17.06.2009 | 17:27 Uhr

Die Vertreterversammlungen haben die Fusion der Volksbanken Schmallenberg und Bigge-Lenne abgesegnet. Der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Schmallenberg, Martin Grosche, erläutert im WESTFALENPOST-Interview die Gründe und Auswirkungen der Fusion.

Winterberg.Die Fusion der Volksbanken Schmallenberg und Bigge-Lenne ist beschlossene Sache. Die Vertreterversammlungen in Altenhundem und Schmallenberg haben abgestimmt. Unsere Zeitung hat mit dem Vorstandsvorsitzenden Martin Grosche über Veränderungen und neue Herausforderungen gesprochen.

Frage: Wie ist die Vertreterversammlungen verlaufen?Martin Grosche: Es herrschte eine konstruktive Atmosphäre. Eine rege Diskussion hat es zum Beispiel über den neuen Namen gegeben. Bis auf einen Kritiker konnten wir in Schmallenberg aber alle überzeugen. 222 Vertreter haben für die Fusion gestimmt, vier haben sich enthalten und eine Gegenstimme gab es.

Frage: Warum die Diskussion um den Namen?Grosche: Die neue Bank wird Volksbank Bigge-Lenne heißen, da der Name unser Geschäftsgebiet gut repräsentiert, das von der Lennequelle bis zum Biggesee reicht. Unsere Filialen reihen sich an den beiden Flüssen auf wie eine Perlenkette.

Frage: Sollen denn alle Filialen bestehen bleiben?Grosche: Ja. Im gesamten Geschäftsgebiet haben wir dann 28 Filialen, 15 davon in Schmallenberg. Auch die Mitarbeiterzahl werden wir halten. 240 Angestellte werden bei der Volksbank Bigge-Lenne arbeiten, davon 24 Auszubildende. Unsere Bank hat schließlich ein Gesicht und das sind unsere Mitarbeiter.

Frage: Was ändert sich für die Kunden?Grosche: Bis auf den Namen wird sich für unsere Kunden nicht viel ändern. Sie können immer noch in ihre Geschäftsstelle zu ihrem Berater gehen.

Frage: Ändert sich denn etwas für die Mitarbeiter?Grosche: Nein, im Prinzip wird sich auch da nicht viel ändern. Eine Unternehmensberatung, die unsere Fusion unterstützt hat, hat festgestellt, dass die Kultur beider Banken sehr ähnlich ist. Eine solche Übereinstimmung habe die Beratung bislang noch nicht erlebt. Mit ähnlicher Kultur gemeint ist, die Art und Weise wie die Vorstände ihre Mitarbeiter führen, wie die Loyalität der Mitarbeiter untereinander ist oder auch wie Konflikte gelöst werden.

Frage: Wenn sich weder für Mitarbeiter, noch für Kunden etwas ändert, warum dann die Fusion?Grosche: Kapital- und ertragsmäßig sind zwar beide Banken gut aufgestellt, aber wir Vorstände müssen ja strategisch denken. Um die starke Position halten zu können, ist es sinnnvoll, auf regionaler Ebene zu arbeiten. Unsere großen Firmenkunden sind gewachsen. Mit einem Eigenkapital von 85 Millionen Euro kann die neue Volksbank Bigge-Lenne den großen Kunden auch weiterhin ein guter Partner sein. Es wird auch in Zukunft keine Kreditklemme geben. 2010 wird übrigens auch die Volksbank Medebach mit uns fusionieren.

Frage: Werden die Wege bei der Größe der neuen Volksbank denn nicht länger und komplizierter?Grosche: Um das zu vermeiden, sollen Kompetenzzentren in Schmallenberg, Winterberg, Altenhundem und Attendorn entstehen. Das Tagesgeschäft wird dort selbstständig abgewickelt und auch Kreditentscheidungen werden dort getroffen. Das ist jetzt erstmal eine große Herausforderung für uns. Mit Martin Grosche sprach Laura Mock.

Laura Mock

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