Rechenspiele mit fünf Prozent
13.01.2010 | 09:59 Uhr 2010-01-13T09:59:00+0100Altena. Es geht um rund 310 000 Euro: Diesen Betrag würden die 150 Beschäftigten der Altenaer Stadtverwaltung pro Jahr mehr bekommen, wenn ihre Einkommen um fünf Prozent steigen. Mit dieser Forderung sind die Gewerkschaften gestern in die Traifverhandlungen für den öffentlichen Dienst gegangen.
"Als Nothaushalt-Kommune sind fünf Prozent mehr für uns nicht machbar”, sagt Kämmerer Stefan Kemper. Personalratsvorsitzender Klaus-Peter Trappe hat zwar Verständnis für die Finanzsorgen der Stadt, betont aber ganz im Sinne der städtischen Bediensteten: „Gute Arbeit muss gut bezahlt werden.” Ohnehin liege der öffentliche Dienst hinter der allgemeinen Lohn- und Gehaltsentwicklung zurück.
Mehr Arbeit mit weniger Personal
Von den 150 Beschäftigten der Altenaer Verwaltung sind 100 im Angestellten-Verhältnis, 50 sind Beamte. Das Ergebnis der Tarifverhandlungen gilt zunächst für die Angestellten. Steigen ihre Einkommen wie gefordert um fünf Prozent, schlägt das laut Kalkulation des Kämmerers im städtischen Etat mit 220 000 Euro zu Buche. Und wenn ein solcher Abschluss auch auf die Beamten übertragen würde, kämen noch einmal 90 000 Euro hinzu – allerdings nur rein rechnerisch. Denn normalerweise gibt es bei Gehaltssteigerungen für Beamte Ausnahmen und zeitliche Verzögerungen, so dass ihre Erhöhung etwas geringer ausfällt.
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