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Jahres-Dienstbesprechung

12 921 Stunden ehrenamtlich für die Feuerwehr

22.11.2010 | 15:36 Uhr
12 921 Stunden ehrenamtlich für die Feuerwehr
Ehrungen bei der Dienstbesprechung der Freiwiloigen Feuerwehr Neuenrade.

Neuenrade. Im Zug Neuenrade sowie in den Löschgruppen Küntrop und Affeln verrichten 193 Männer und Frauen ehrenamtlichen Dienst bei der Neuenrader Feuerwehr.

Im abgelaufenen Jahr wurden sie zu 169 unterschiedlichen Einsätzen gerufen. Schwergewicht mit 84 Fällen war dabei der Bereich First Responder. Dabei geht es um erste Hilfe bis zum Eintreffen des Notarztes oder dessen Unterstützung. Gerade auf diesem Gebiet wünscht sich Wehrführer Stadtbrandinspektor Karsten Runte noch weitere ausgebildete Kräfte.

84 Einsätze mit
First Responder

Und auch Bürgermeister Klaus Peter Sasse warb am Freitag dafür: „Hier geht es darum Menschenleben zu retten. Das ist ehrenamtliche und doch professionelle Arbeit.“

An ungewohnter Stelle, im Kulturschuppen, trafen sich die Mitglieder der Feuerwehr zur Jahresdienstbesprechung. Karsten Runte legte die unterschiedlichen Einsätze dar. Es gab einen größeren Brand, vier mittlere und 13 kleine Brände, elf Öl- und Chemieeinsätze, 26 technische Hilfeleistungen, drei Wald- und Flächenbrände, 13 Unwettereinsätze, sechs Fehlalarme, 84 First Responder-Einsätze, drei überörtliche Hilfen und fünf sonstige Einsätze. Runte kritisierte, dass die Feuerwehr oft zu technischen Hilfeleistungen gerufen werde, bei denen die Betroffenen sich gut selbst hätten helfen können. Als Beispiel nannte er das Befreien einer Ringelnatter aus einem Netz und das nicht mögliche Einfangen eines Wellensittichs im Baum, der bei Eintreffen der Feuerwehr davon flog!

Viele Lehrgänge absolvierten die aktiven Feuerwehrleute, die Geräte wurden gewartet und in Küntrop das Feuerwehrhaus weitgehend in Eigenhilfe errichtet. Insgesamt leisteten die Ehrenamtlichen 12 921 Stunden für den Feuerwehrdienst. Das sind 126 Arbeits-, Übungs- und Einsatzstunden für jeden einzelnen. Karsten Runte ging, wie später auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Dieter Grefe auf die Bereitschaft der Unternehmen in Neuenrade ein, Mitglieder der Feuerwehr einzustellen. Diese sei recht gut. Firmenchefs hätten wohl erkannt, dass Feuerwehrleute pflichtbewusst seien und einen guten Ausbildungsstand mitbringen. Insbesondere bei der Einstellung Auszubildender sei das mit Hinblick auf die Jugendfeuerwehr bedeutsam.

Die Jugendfeuerwehr besteht derzeit aus 18 Jungen und vier Mädchen, betreut von Thomas Brockhagen, Janina Hupperich, Kevin Vogel, Lars Fittkau, Andreas Märtens und Stefan Leibig.

Das neue Feuerwehrhaus in Küntrop steht vor der Vollendung und Karsten Runte sprach die Hoffnung aus, dass eine Eröffnung in der warmen Jahreszeit 2011 stattfindet.

Bürgermeister Klaus Peter Sasse brach gegenüber Kritikern eine Lanze für den Einsatz von Konjunkturmitteln für das Gebäude. Die Feuerwehr bezeichnete er als unverzichtbares Element des dörflichen Zusammenlebens.

„Auch wenn ich nicht aktiv dabei bin, bin ich als Bürgermeister stolz auf die Leistung und Qualität unserer Feuerwehr.“ Zum Bau des Feuerwehrhauses in Küntrop, so Sasse, hätten die Mitglieder durch Eigenarbeit der Stadt viel Geld gespart - das waren immerhin rund 55000 Euro!

Gerhard W. Sonneborn

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