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Stadtmarketing

Weihnachtsmarkt fällt kleiner aus

28.10.2008 | 17:25 Uhr

Kritik am Stadtmarketing: "Einige Probleme und viele Schwachstellen"

Lippstadt. Ein Ereignis jagt in Lippstadt das andere — nach der Herbstwoche steht schon der Weihnachtsmarkt vor der Tür. Und da ist stellvertretende Bürgermeister Sabine Pfeffer (SPD) „entsetzt”: Denn ein Teil dieses Weihnachtsmarktes werde schlicht nicht existent sein.

Pfeffer kritisierte in der Ratssitzung am Montag das Lippstädter Stadtmarketing als „in der praktischen Alltagsarbeit überfordert”: Sie sieht „einige Probleme und viele Schwachstellen” — kurz, „es funktioniert nicht so, wie es funktionieren sollte.” Drei Jahre habe man in Lippstadt darauf hingearbeitet, einen attraktiven Weihnachtsmarkt aufzubauen — und dann gebe es in diesem Jahr wieder Einschränkungen: So soll der Markt nach ihren Informationen um die Hälfte reduziert werden, die große begehbare Pyramide entfällt, die Absenkung an der Marienkirche wird nicht mit Ständen besetzt. Und vier Wochen vor dem Markt seien aktuell noch nicht mal die Verträge herausgegeben worden.

Pfeffer klagte am Beispiel der Pyramide: In Lippstadt scheitere das Aufstellen der (auch noch in Lippstadt entwickelten) Pyramide an Kostengründen, aber „andere Städte tragen dem Betreiber das Geld hinterher”. Bürgermeister Christof Sommer nahm das Stadtmarketing (an dem die Stadt mit 40 Prozent beteiligt ist) in Schutz — es sei „nicht überfordert” mit den Veranstaltungen: Der erfolgreiche Verlauf der Herbstwoche habe dies gerade erst gezeigt. Man werde weiter den Weg der Verbesserung beim Weihnachtsmarkt gehen, versicherte er. 

Sommer lobte gleichzeitig den Einsatz, den die Freunde aus der holländischen Partnerstadt Uden während der Herbstwoche gezeigt hätten: „Hohes Engagement, eine starke Besetzung” — zu so einem Beitrag wären in der Vergangenheit nicht einmal einige touristisch geprägte Gastländer bei der Herbstwoche in der Lage gewesen. 

Die Schausteller sind in ihrer Herbstwochen-Bilanz durchweg sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltungswoche und dem milden aber zugleich herbstlichen Wetter, das Besuchermassen in die Stadt locken konnte. Gerd Ziems, Vorsitzender der Lippstädter Werbegemeinschaft, bedankte sich bei seinen Kollegen aus dem Handel für die umfangreiche Werbung, die selbst in den überregionalen Medien jeden Tag präsent war: „Die zwei Sonntage sind für den Einzelhandel gut verlaufen, selbst im Vergleich mit der enormen Vorlage des letzten Jahres.“ Während der Woche sei der Umsatz allerdings geringer als erwartet ausgefallen. Die Besucher-Frequenz in der Innenstadt sei aber während der gesamten Zeit sehr hoch gewesen, was letzten Endes den Schaustellern zu gute gekommen ist.

Jürgen Kortmann



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