Stellflächen sollen 70000 Euro kosten
04.03.2010 | 19:00 Uhr 2010-03-04T19:00:00+0100Rüthen. Im Bauausschuss ist die Grundsatzentscheidung zum Bau von Stellplätzen für Wohnmobile gefallen: Die Anlage soll auf der jetzigen Grünfläche zwischen Feuerwehr-Gerätehaus und der Tankstelle am Breitenbuscher Weg in Rüthen entstehen.
Der Ausschuss einigte sich als Vorgabe, bei einer Gegenstimme, auf die Formulierung „so preisgünstig wie möglich”. Ob sich das Projekt angesichts der Finanzlage der Stadt tatsächlich verwirklichen lässt, bleibt abzuwarten: Die Kosten bezifferte Stadtplaner Joachim Heidrich auf um die 100 000 Euro, will sie aber auf 70 000 Euro noch „drücken”.
Exakt zwei Jahre ist es her, seitdem die CDU die Wohnmobil-Anlage zur Ankurbelung des Tourismus beantragt hatte. Die jetzigen Stellflächen am Hachtor sind zu klein und unzureichend ausgestattet. Am Breitenbuscher Weg sollen nun insgesamt zwölf Plätze entstehen, alle umgrünt und abgeschirmt, mit Zugang zur Ver- und Entsorgung. Kosten soll die Wohnmobilisten der Besuch Rüthen nichts — Münzautomaten wird es nicht geben, um Zerstörungen zu vermeiden.
Nicht zum Zuge kommt ein Handel, den die Stadtverwaltung plante: Sie wollte das Erdreich des Wohnmobil-Geländes an den Landwirt verkaufen, der den mit der Industriechemikalie PFT belasteten Acker am Hartweg noch auffüllen muss. Dafür wurde auch ein Bodengutachten eingeholt, dessen Kosten sich Stadt und Landwirt nun teilen. Ergebnis jedoch: Die Güte des Erdreichs vom Breitenbuscher Weg reicht, unter anderem wegen höherer Zink- und Kadmium-Werte, nicht aus, um die PFT-Löcher damit auffüllen zu dürfen — dafür akzeptiert die Kreisverwaltung als zuständige Behörde nur die allerbeste Bodenqualität.
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