Das aktuelle Wetter Soest 7°C
Sozialbericht

Nur noch Junggesellen hinten in Heidberg

19.09.2008 | 18:17 Uhr

Rückläufige Asylbewerberzahlen: Stadt will ab 2009 auf ein Gebäude in Heidberg verzichten

Rüthen. Die Zahl der Asylbewerber in Rüthen ist weiter rückläufig. Aktuell werden vom Fachbereich Soziales der Stadtverwaltung 26 Menschen betreut (2007: 42, 2006: 46, 2005: 51, 2004: 55).

Von diesen befinden sich nur drei  im laufenden Verfahren zur Anerkennung als Asylberechtigte. Bei den übrigen hier lebenden Asylbewerbern ist das Anerkennungsverfahren abgeschlossen. Dies geht aus dem „Sozialbericht” der Stadtverwaltung hervor, der allerdings nur Sozialleistungen aufführt. So hat die Stadt im vergangenen Jahr 259 000 Euro für die Asylbewerber ausgegeben, 68 500 Euro wurden ihr erstattet. Nur noch im ehemals belgischen Komplex in Heidberg unterhält die Stadt eine reine Asylunterkunft — diese war in der Vergangenheit wegen der Abgelegenheit in die Kritik gekommen. Inzwischen leben dort nur noch 13 Junggesellen.  Familien sind mittlerweile näher zur Stadt untergebracht, damit die Kinder die Schulen besuchen können. Heinz-Werner Klaus (CDU) lobte dieses Vorgehen, denn: „Integration ist am Heidberg nicht möglich.”  

2009 läuft der Mietvertrag der Stadt für die Anlage in Heidberg aus: Dann soll, angesichts der rückläufigen Zahlen, das kleinere der beiden angemieteten Gebäuden aufgegeben werden. Ganz aufgeben kann die Stadt nach Angaben der Verwaltung Heidberg nicht — weil jederzeit erneut mit steigenden Zuweisungszahlen gerechnet werden müsse. Die sinkende Zahl der Asylbewerber bedeutet aber keinen generellen Rückgang bei den Sozialleistungen: Denn die so genannten „Altfälle”, die sich länger als acht Jahre in Deutschland aufhalten, haben ein ständiges Bleiberecht erhalten und dürfen sich privaten Wohnraum suchen — sie fallen nur aus der städtischen Statistik heraus, haben aber Anspruch auf Sozialhilfe, die wiederum die Agentur für Arbeit bezahlt. 

Ebenfalls im Sozialbericht aufgeführt werden 31 Bedarfsgemeinschaften, die Sozialhilfe als Grundsicherung im Alter sowie bei Erwerbsminderung beziehen. 2007 waren dies 48, 2006 37 Bedarfsgemeinschaften.

Juergen Kortmann



Kommentare
Aus dem Ressort
Perspektive für die Schulsozialarbeit
Schule und Soziales
Der Rüthener Schulausschuss empfiehlt dem Rat, Geld für die Weiterfinanzierung der Schulsozialarbeit einzuplanen. Die Bundesmittel reichen bis März 2015.
Handwerkliche Fähigkeiten gefragt
Pfadfinder
Der Berg mit Holz neben dem Diözesanzentrum ist riesig. Corinna lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Stück für Stück Holz legt sie auf den Spaltblock und lässt die Axt darauf sausen. Luana feuert sie dabei an. „Yeah, mach weiter so, du schaffst das.“
Großes Gedränge zur Eröffnung
Herbstmarkt
Tradition verpflichtet: Auch in diesem Jahr eröffnet Bürgermeister Christof Sommer traditionell mit dem Fassbieranstich die Lippstädter Herbstwoche. Dazu strahlte gratis ein weiß-blauer Himmel. Dicht gedrängt verfolgten die Kirmesbesucher vor dem Riesenrad, wie sich die ersten Gläser mit Gerstensaft...
75 Jahre alter Trecker ist ein Stück Kindheit
Hobby
Seit einiger Zeit stehen alte Schlepper, volkstümlich auch Trecker oder Traktoren genannt, hoch im Kurs. Das Interesse Theo Kulkes an seinem alten Schätzchen indes hat mit einer Mode nichts zu tun. Es wurzelt tiefer. Die Geschichte beginnt vor über 50 Jahren auf dem elterlichen Bauernhof in Menzel,...
Gemeinde Ense kooperiert mit RWE - Wertvolle Energie sparen
Wirtschaft
Die Energiewende ist weitaus mehr als die Installation von Windrad- und Photovoltaik-Anlagen. Es geht auch um das Energiesparen im Kleinen, im ganz normalen Ein-Familien-Haus oder in einem kommunalen Kindergarten. Energieversorger RWE hat in das Familienzentrum Lummerland nach Ense eingeladen
Fotos und Videos
Zwei Tote bei Unfall an der A44
Bildgalerie
Unfall
Warsteiner Kneipennacht grandios
Bildgalerie
Livemusik
Paderborner Fans sind erstklassig
Bildgalerie
Bundesliga
Gladbach siegt in Paderborn
Bildgalerie
Bundesliga