Keine technischen Mängel am Soester Karussell
06.11.2009 | 16:17 Uhr 2009-11-06T16:17:00+0100
Soest. Ein Sachverständiger hat das Fahrgeschäft "Hexentanz" am Freitag überprüft. Ein 24-jähriger Soester war am Donnerstag aus dem Karussell gefallen und hatte sich Prellungen zugezogen. Es konnten keine technischen Mängel am Fahrgeschäft auf der Soester Allerheiligenkirmes festgestellt werden.
Ein Unfall überschattete das Kirmesvergnügen am Donnerstag: Ein junger Mann stürzte aus dem "Hexentanz". Er wurde nach kurzer Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen. Laut Sachverständigen gibt es allerdings keine technischen Mängel an dem Soester Fahrgeschäft.
Das Fahrgeschäft war direkt nach dem Unfall stillgelegt worden. Am Freitagmorgen stand nach Prüfung eines Sachverständigen fest: Es gibt keine technische Mängel am Fahrgeschäft. Der Unfallhergang wird indes weiter ermittelt. Vorsorglich hatten sich Besitzer und Kirmesleitung am Donnerstag darauf verständigt, den Betrieb des Fahrgeschäfts auszusetzen und einen Sachverständigen zu Rate zu ziehen. Die Prüfung ist inzwischen abgeschlossen mit dem Ergebnis, dass sich das Karussell in einem einwandfreien Zustand befindet.
Sichere Steuerung
Das Fahrgeschäft ist so gebaut, dass ein Bügel vor den Fahrgästen ein Aufstehen der Insassen aus der Gondel verhindert. Das Fahrgeschäft kann damit nach Angaben des Herstellers sicher betrieben werden. Fahrgäste müssen sich lediglich festhalten und ihre Füße im Fußraum halten. Ein Festhaltebügel wie zum Beispiel bei überkopf-fahrenden Karussells ist betriebsbedingt nicht erforderlich und auch nicht eingebaut.
Der Bügel in den Gondeln des „Hexentanzes” hat mehrere Rasten, die ein näheres oder weiteres Ziehen des Bügels an den Körper der Fahrgäste heran zulassen. Je nach Größe der Fahrgäste steht der Bügel näher oder weiter vom Körper ab. Der Bügel hat etwas Spiel zwischen den Rasten. Er geht aber niemals in eine unsichere Position.
Drehbewegung
Der Hersteller der Steuerung des Fahrgeschäfts gibt an, dass das Lösen der Bügel am Steuerstand des Geschäfts ausgelöst wird. Dies sei technisch nur möglich, wenn bestimmte Voraussetzungen vorlägen. So müssten die Gondeln zum Beispiel erst unten angelangt sein. Die Drehbewegung müsse beendet sein. Nur bei Stillstand könne das Lösen der Bügel zentral am Steuerstand erfolgen. Mehrere Sensoren messen unter anderem die Position der Gondeln und die Drehbewegung.
Das in Soest betriebene Fahrgeschäft ist übrigens im Jahr 1984 gebaut worden. Einmal im Jahr werden alle derartigen Fahrgeschäfte von technischen Sachverständigen (TÜV) geprüft. Die letzte Regelkontrolle dieses Fahrgeschäftes ist erst vor drei Wochen erfolgt. Mängel wurden nicht festgestellt.
Karussell dreht sich
Der „Hexentanz” ist nach der technischen Untersuchung für den Betrieb wieder freigegeben. Seit Freitagmittag dreht sich das Karussell wieder.
18:21
Wer meint, er müsse auf einem derartigen Gerät seine Gesundheit ruinieren, sollte das ruhig tun. Er kann sich damit für den Darwin-Award empfehlen.
Der wird an Leute verliehen, die sich auf besonders dämliche Weise aus dem Genpool verabschieden.
14:32
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11:27
Wer in dem Fahrgeschäft schonmal saß weiß genau das man da nicht ohne eigenes zutun rausstürzt, selbst wenn überhaupt kein Bügel da wäre ;D