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Geschichte

Eigener Ortsheimatpfleger für Kallenhardt

02.11.2009 | 18:21 Uhr

Kallenhardt. Rainer Geesmann ist heute zum neuen, ehrenamtlichen Ortsheimatpfleger von Kallenhardt bestellt worden. Bürgermeister Peter Weiken entsprach damit einem Wunsch des Kreisheimatpflegers Peter Sukkau.

Sukkau war durch die Aktivitäten von Geesmann im Kallenhardter Förderverein Heimatpflege und traditionelles Brauchtum aufmerksam geworden. Der Verein hatte sich 1995, unter Geesmanns Vorsitz, eigentlich nur zur 925-Jahrfeier gegründet. Allerdings führte der Verein auch nachher sein Engagement fort. Ziel war, so Rainer Geesmann heute, „das, was damals erwirtschaftet wurde, dem Dorf zurückzugeben”.

So entstanden zuletzt die Tafeln für den Rundgang durch Kallenhardt. Der 61-Jährige bietet selbst Führungen durch den Ort an — betont aber schmunzelnd, mit Blick auf die Geschichte, dass es sich selbstverständlich um „Stadtführungen” handele. Bis zu 20 Führungen im Jahr kommen derzeit zustande.  

Ortsheimatpfleger sind, neben den Heimatvereinen, die ersten Ansprechpartner, wenn es um geschichtliche Fragen geht. Denn Heimat boomt: Im Kreis Soest bestehen 32 Heimatvereine mit 8000 Mitgliedern. In 42 Ortschaften gibt es eigene Heimatpfleger, die sich in die Bau- und Bodendenkmalpflege einmischen und um sie kümmern, um Schrifttum und niederdeutsche Sprachpflege, die Kontakte zu den Schulen halten. Alles, was sich vor Ort verändert, sollen sie mit Fotos festhalten. Für Kallenhardt ist Rainer Geesmann der erste Ortsheimatpfleger. In Rüthen hat Ulrich Grun diese Funktion inne, in Oestereiden Hermann Huß, in Nettelstädt Heinz-Dieter Kaupmann.  

Am 13. November kommen alle Ortsheimatpfleger in Bad Westernkotten zusammen: Dort wird ihnen eine neue Veröffentlichung über Ortsnamen im Kreis Soest vorgestellt.

Jürgen Kortmann



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