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Drei Stipendien für neu gegründete Hochschule

10.11.2009 | 11:48 Uhr

Lippstadt. Wirtschaftskrise hin, Wirtschaftkrise her: Die heimischen Unternehmen ziehen ihre Unterstützung für die neu gegründete Hochschule Hamm-Lippstadt (HHL) nicht zurück.

Schon ganz früh versprach die Sparkasse Lippstadt, sich finanziell für einen Hochschulstandort in Lippstadt einzusetzen. Bereits 2008, als es darum ging, die Bewerbungsmappe für das Auswahlverfahren zu bestücken, sicherte die Sparkasse zu, ihren Beitrag — auch zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes — zu leisten. Ein Stipendium wurde versprochen, erinnerte sich gestern Vorstands-Vorsitzender Jürgen Riepe.

Unterstützung zugesichert

Bürgermeister Christof Sommer sicherte man die Unterstützung zu — auch wenn die Sparkasse keinen Ausbildungsplatz für einen dualen Studiengang anbieten konnte. Als klar wurde, dass man für eine erfolgreiche Bewerbung wohl mehr Stipendien benötige, stockte das heimische Kreditinstitut auf drei Stipendien auf — „gezielt für das Bewerbungsverfahren", so Riepe und zunächst fest zugesagt für fünf Jahre. Um die Bewerbung abzurunden und perfekt zu machen, versprach die Sparkasse, sich auch an einer Stiftungsprofessur mit 50 000 Euro zu beteiligen.

Unterzeichneten den Kooperationsvertrag: Professor Klaus Zeppenfeld und Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Jürgen Riepe (r.), hinten Sparkassen-Vorstandsmitglied Matthias Klinkott und Professor Klaus Brinker (r.). Foto: Manfred Böckmann

Die Bilanz: Lippstadt wurde Hochschulstandort, hat den Betrieb mit 47 Studenten aufgenommen. „Unsere Unterstützung hat mit dazu beigetragen", so Riepe rückblickend, „und heute lösen wir den ersten Teil ein", als „Steinchen im Mosaik": Sparkasse und Hochschule unterschrieben die Kooperationsvereinbarung über drei Stipendien — für das Studienjahr insgesamt 7200 Euro. Künftig sollen jeweils drei Studenten gefördert werden.

Zusagen wurden eingehalten

HHL-Präsident Professor Klaus Zeppenfeld freute sich, jetzt auch die „Vor-Vor-Geschichte" der Gründung zu erfahren. Da alle damaligen Zusagen bislang eingehalten worden seien, „macht das die Arbeit nicht nur leicht, sondern es macht auch Spaß", betonte er. Zum Start des dualen Studiengangs hätten fast alle Studenten einen Kooperationsvertrag mit Firmen, das sei „aus dem Stand innerhalb von fünf Monaten" gelungen. Zeppenfeld hofft, dass dieses Engagement so bleibt und sich die Erkenntnis durchsetzt: „So kann man sich gute Studierende fürs Unternehmen sichern."

Die Sparkassen-Stipendien sollen am Donnerstag vergeben werden; aber alle Studierende, die keine Firma als Kooperationspartner haben, sollen eine Förderung bekommen. Hinsichtlich einer Stiftungsprofessur ist man noch nicht ganz so weit. Es würde noch Ausschau nach geeigneten Kandidaten gehalten, so der HHL-Präsident. Auch beim Bau eigener Räumlichkeiten läuft alles nach Zeitplan: Ende 2013 soll es so weit sein — der Aufbau der Hochschule soll parallel verlaufen.

Manfred Böckmann



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