Die neue Gesamtschule kommt
10.02.2010 | 13:50 Uhr 2010-02-10T13:50:00+0100
Lippstadt. Die von der Stadt Lippstadt geplante Gesamtschule kann wie vorgesehen am 1. August 2010 starten.
Die Bezirksregierung Arnsberg hat am Mittwoch der Stadt mitgeteilt, dass sie die Voraussetzungen für den Start der neuen Schule durch die Ergebnisse des Anmeldeverfahrens als erfüllt ansieht. Damit kann die bereits genehmigte Gesamtschule wie geplant ihren Betrieb aufnehmen.
Aktuell wurden rund 120 Schüleranmeldungen für die neue Gesamtschule in Lippstadt abgegeben. Zur Errichtung notwendig sind 112.
Bürgermeister Christof Sommer: "Ich freue mich über die zeitnahe Entscheidung der Bezirksregierung im Interesse der Eltern und Schüler. Wir werden den eingeschlagenen Weg wie geplant weitergehen und die Schule in diesem Jahr starten."
Sicherheit
Als erstes reagierte der CDU-Landtagsabgeordnete Werner Lohn auf die Entscheidung: Die Entscheidung der Bezirksregierung Ansberg schaffe ein neues Schulangebot und Sicherheit für interessierte Eltern.
Lohn: "Ich freue mich für die 120 Eltern, die ihre Kinder auf der neuen Lippstädter Gesamtschule anmelden wollen. Sie haben jetzt die Sicherheit, dass dieses neue Schulangebot zum kommenden Schuljahresbeginn auch Wirklichkeit wird. Die Bezirksregierung hat unbürokratisch und bürgernah entschieden, obwohl nur 12 der 120 angemeldeten Schüler einen Qualfikationsvermerk für das Gymnasium haben."
Es bleibe abzuwarten, ob es dann wirklich auch bei diesen besagten 12 Anmeldungen bleibt. Die Erfahrung habe gezeigt, dass eine große Mehrheit der Eltern von Kindern mit Qualifikationsvermerk das Gymnasium oder auch die Realschule für ihre Kinder wählen. Lohn: "Das ist sehr verständlich, da alle Eltern das Recht haben, das jeweils Beste für ihre Kinder zu fordern und zu wählen."
Es sei davon auszugehen, sich die bisher breit gefächerte Schullandschaft in Lippstadt schon bald erheblich verändern werde. "Ob alle vier bisherigen Gymnasien, zwei Realschulen und zwei Hauptschulstandorte gehalten werden können erscheint mehr als fraglich."
INI-Idee
Das Projekt Gesamtschule war durch die INI angestoßen worden — die Schule sollte in privater Trägerschaft errichtet werden. Da die Stadt nicht mit ins Boot kommen wollte, Eltern bei einer Befragung aber für eine Einrichtung votierten, nahm die Stadt sich des Themas an.
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