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CDU-Stadtverband Rüthen fordert mehr Sicherheit auf acht Straßenabschnitten

22.02.2012 | 19:23 Uhr
CDU-Stadtverband Rüthen fordert mehr Sicherheit auf acht Straßenabschnitten
Verkehrssicherheit: Der CDU-Stadtverband Rüthen sieht neuralgische Punkte unter anderem in Altenrüthen, Kallenhardt und Menzel.

Rüthen.   Umfangreich analysiert hat der CDU-Stadtverband Rüthen die Verkehrssicherheit im Stadtgebiet und dabei acht neuralgische Punkte ausgemacht. Diese sollen der Kreis Soest als Straßenverkehrs- und Polizeibehörde sowie Straßen NRW prüfen und ermitteln, wie Verbesserungen zu erreichen sind.

Beschwerden aus der Bevölkerung über Gefahren auf einigen Straßenabschnitten des Stadtgebietes hat der CDU-Stadtverband zum Anlass genommen, die Situation grundlegend zu analysieren. „Nicht zuletzt durch die Deckenerneuerungsarbeiten im Bereich der Lippstädter Straße / Bahnhofstraße wurde deutlich, dass eine erhöhte Sensibilität bei der Beurteilung des Verkehrsgeschehens besteht, insbesondere wenn es sich um stark genutzte Schulwege handelt“, sagt Vorsitzender Jürgen Augusti-nowitz. „Das subjektive Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung ist erheblich gestört“, erklärt er in einem Schreiben an die Behörden, das auch Hartmut Modes, von Beruf Polizeibeamter, und Fraktionsvorsitzender Antonius Krane unterzeichnet haben.

„Die aufgeführten Straßenabschnitte müssen nicht nur unter dem Aspekt der tatsächlichen Unfallzahlen betrachtet, sondern als ‘reale Angsträume’ bewertet werden. Unter diesem Eindruck fordern wir geeignete Verkehrssicherungsmaßnahmen und eine deutlich spürbare Überwachung der Verkehrsvorschriften“, heißt es weiter. Zu diesen Ergebnissen kommt die CDU in ihrer Analyse:

Bahnhofstraße (L 741), Lippstädter Straße bis zum Kreisel: Die Straße liegt nahe von Gymnasium, Seniorenheim und Verbundschule. Sie trennt diese vom gegenüber liegenden Einkaufszentrum. Die CDU hält eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h für Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 12 Tonnen ab Einmündung Mühlenweg ebenso für erforderlich wie eine Überwachung der Geschwindigkeiten und die Beachtung der Fußgängerampeln durch Fahrzeugführer.

Grabenweg (L 741): Dort befinden sich Schulbushaltestellen insbesondere für Grundschulkinder. Zudem ist er zentraler Weg zum Schulzentrum und zu den Supermärkten. Auch dort will die CDU eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h für Lkw ab 12 Tonnen erreichen. Gerade an dem Zebrastreifen komme es zu drastischen Gefahrensituationen, weil Fußgänger zu spät erkannt bzw. ignoriert würden.

Mildestraße (L 741): Zwischen Ortsausgang Rüthen und Abzweig zum Industriegebiet Lindental führt die Mildestraße durch eine enge Senke. Im Begegnungsverkehr, vor allem wenn Busse und Lkw beteiligt sind, komme es häufig zu gefährlichen Situationen. Lkw-Fahrer sollen sich laut Erkenntnissen der CDU sogar über Funk absprechen, dass jeweils einer am Ortsausgang bzw. auf der Anhöhe wartet, um eine Begegnung zu vermeiden. So könne der andere mit Schwung die Steigung schneller bewältigen. Spuren in den Banketten sowie verlorene Ladung (Steine) zeugten von Ausweichmanövern. Daher wird eine Höchstgeschwindigkeit für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen von 50 Stundenkilometern gefordert. Ladungssicherungen und Tempo müssten überprüft werden.

Ortsdurchfahrt Menzel (L 735): Dort geht es insbesondere um die Lärmbelästigungen durch den Schwerverkehr und die talwärts gefahrenen Geschwindigkeiten. Auch hier schlägt die CDU daher regelmäßige Kontrollen vor.

Ortsdurchfahrt Weickede (L 735): Sie ist geprägt durch extreme Enge und Steigung. Ausweichmöglichkeiten sind im Begegnungsverkehr kaum vorhanden. Auch hier sollen sich nach Angaben der Christdemokraten Lkw-Fahrer über Funk absprechen. Dieser Bereich sei für Schwerverkehr gänzlich ungeeignet und sollte nur für Fahrzeuge bis 12 Tonnen freigegeben werden. Zum Schutz der Fußgänger und Radfahrer wird ein Bürgerradweg unterstützt. Ähnliche Probleme mit Engstellen im Begegnungsverkehr gebe es auch in Nettelstädt.

Ortsdurchfahrt Oestereiden (L 536): Wegen der hinreichend bekannten Verkehrsproblematik fordert die CDU die Überwachung der Höchstgeschwindigkeit besonders beim bergab fahrenden Schwerverkehr. Zudem solle eine Verkehrszählung erfolgen, um die Belastung der Einwohner zu ermitteln.

Ortsdurchfahrt Kallenhardt: Dort werden die Forderungen der CDU-Ortsunion Kallenhardt unter anderem nach Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt unterstützt. Es müsse in dieser durch den Steinbruchbetrieb besonders belasteten Ortschaft ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den berechtigten Interessen der Einwohner und Belangen des Fahrzeugverkehrs gefunden werden.

Lindentalstraße (L 735), Ortseingang Altenrüthen aus Fahrtrichtung Menzel: Der Antrag der Ortsunion Altenrüthen wird unterstützt, die eine dem Ortseingangsschild etwa 200 Meter vorgezogene Geschwindigkeitsreduzierung auf 70km/h gefordert hatte. Grund ist der kurvige und ansteigende Verlauf der Straße mit der Zufahrt zum Hof Wiegelmann-Marx auf der Kuppe. Weder diese noch der Straßenverlauf seien zu erkennen bzw. befriedigend einzusehen.

Armin Obalski

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